Oberaudorf - Versöhnung? Laut ADAC ist die Rodelbahn in Oberaudorf wieder sicherer. Die Betreibergesellschaft hält die Kritik am Automobil-Club aber aufrecht.
Wie sicher die Bahn ist, das beweist nach Ansicht des Geschäftsführers auch die Tatsache, dass hier in diesem Winter noch kein einziger Bergwacht-Einsatz aufgrund eines Rodelunfalls vonnöten war. "Darüber freuen wir uns besonders", gesteht Rechenauer. Und noch etwas freut ihn: Mit der ersten Negativ-Bewertung des ADAC sind offensichtlich keine wirtschaftlichen Einbußen verbunden. Im Gegenteil: "Wir haben einen deutlichen Zuwachs an Besuchern", sagt Rechenauer. Das hänge sicher auch damit zusammen, dass Rodeln im Trend sei und verschiedene andere Bahnen in der näheren Umgebung später als die Bahn am Hocheck geöffnet hätten. "Ob es noch mehr Wintersportler gewesen wären, wenn der erste ADAC-Test nicht so negativ ausgefallen wäre, weiß ich natürlich nicht", so der Geschäftsführer.
Der Automobilclub zeigt sich jedenfalls überzeugt, dass sein ursprünglicher Testbericht zur Verbesserung der Sicherheit auf der Rodelbahn beigetragen hat. Die Entschärfung gefährlicher Stellen, die Anbringung zusätzlicher Prallmatten und eine bessere Beschilderung, die auf Notfallnummern und Gefahrenzonen hinweist, nennt er als Maßnahmen, die die Bahnbetreiber aufgrund des Testberichts ergriffen hätten. Die Betreiber sehen das weiter anders. "Das sind Routine-Maßnahmen, die wir nach unseren Begehungen sowieso umgesetzt hätten."
Norbert Kotter (Oberbayerisches Volksblatt)
Rubriklistenbild: © red/dpaBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.
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