Fünf Monate haben das Haus der Bayerischen Geschichte, die Schlösserverwaltung und der Landkreis Rosenheim die Geschichte von König Ludwig II. und seiner Zeit im Stil einer klassischen Tragödie in der bayerischen Landesausstellung auf Schloss Herrenchiemsee erzählt.
Weit über eine halbe Million Besucher haben sich in den vergangenen fünf Monaten auf die Spuren des bekanntesten Königs aus dem Hause Wittelsbach begeben. Die Rekorde purzelten: Auf so ein großes Interesse stieß bislang keine andere bayerische Landesausstellung. Einen so hohen Zuspruch erfuhr keine andere kulturhistorische Ausstellung in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten.
Eindrücke von der Landesausstellung
Einen Rückblick auf Ludwig II. und seine Bayern zu geben sei "gar nicht so einfach". Loibl: "Dass am Ende sowohl kritische Historiker als auch eingefleischte Ludwig-Fans von der Ausstellung angetan waren, ist schon eine Auszeichnung für alle Mitwirkenden." Bei großem Andrang hätten die Besucher, so Dr. Loibl weiter, sogar Wartezeiten auf sich nehmen müssen. "Ich hoffe, sie kommen nächstes Jahr zur Landesausstellung 'Bayern und Österreich' in Burghausen wieder."
"Wir waren schon im Vorfeld sicher, dass die Verknüpfung einer historischen Ausstellung mit dem originalen historischen Schauplatz ein Erfolgsrezept ist", sagte Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung. Einmal mehr habe der "Kini" Ludwig II. seine "ungeheure Popularität" unter Beweis gestellt. "Der enorme Andrang mit bis zu 7700 Besuchern pro Tag unterstrich erneut, dass sein Erbe für den ganzen Freistaat von unschätzbarem Wert ist", meinte Schreiber.
Ebenfalls sehr erfreulich sei gewesen, dass 382 Schulklassen die Ausstellung besucht hätten, so Neiderhell. Das Angebot des Landkreises, jede Klasse mit bis zu 250 Euro zu unterstützen, habe sich "sicher positiv ausgewirkt".
Wie sehr sich die Besucher mit der Ausstellung identifi-zierten, zeigt eine Anekdote, die Projektleiter Dr. Peter Wolf berichtet: "Im vorletzten Raum, der den Tod Ludwigs II. behandelt, haben wir die Windbüchse ausgestellt, die am Ufer des Starnberger Sees in der Todesnacht gefunden wurde. Natürlich haben auch wir das Rätsel des 13. Juni nicht lösen können - das wollten wir auch gar nicht! Auf der Vitrine dieses Exponats jedoch fand sich in regelmäßigen Abständen ein 'Post-it' mit der Aufschrift 'Die Mordwaffe'."
pü/Oberbayerisches Volksblatt


© bergerMit Begeisterung gingen in den vergangenen Wochen und Monaten auch viele Kinder auf Spurensuche.




























© bergerAllgegenwärtig war der "Kini" in der Ausstellung - auf dem berühmten Gemälde von Ferdinand Piloty.
© bergerAusgiebig informierten sich die Erwachsenen über den bekanntesten Herrscher aus dem Hause Wittelsbach.








