Bad Aibling - Trotz - oder gerade wegen - der von März bis November dauernden Vollsperrung rund um den Marienplatz soll Wirtschaftsförderin Alexandra Birklein für mehr Leben in der Innenstadt sorgen.

© Bonke
An Ideen, wie die Innenstadt trotz der bevorstehenden Vollsperrung (hier Münchner Straße mit zu erneuernder Glonnbrücke) belebt werden kann, feilen derzeit Projektmanagerin, Arbeitsgruppen und Fachplaner.
Mit Veranstaltungen wie Jazzfrühschoppen, Baustellenfest am neuen Rathaus oder einer "Erntewoche" sollen mehr Menschen ins Zentrum gelockt werden, kündigte dazu jetzt Wirtschaftsreferent Erwin Kühnel in seinem Bericht vor dem Hauptausschuss an.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Einweihung des Büros von Wirtschaftsförderin Alexandra Birklein an der Rosenheimer Straße und erste Gespräche von ihr und dem Wirtschaftsreferenten mit Vertretern des Einzelhandels und Bürgern stellte Kühnel die "Grobplanung für 2012" im Rahmen des Projektes "Leben findet innenstadt" vor.
Das Projekt "Leben findet innenstadt" stoße bei den wirtschaftlichen Verbänden und im Einzelhandel auf positive Resonanz. Nicht zuletzt könnten durch die unterschiedlichen Vorhaben auch Maßnahmen am neu zu gestaltenden Marienplatz gefördert werden.
Hier greift Kühnel zufolge das so genannte integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, das für das aktuelle Projekt von Fachplanern, einer Lenkungsgruppe und Arbeitskreisen getragen wird. In den Arbeitskreisen (AK) "Städtebau und Verkehr" sowie "Wirtschaft/Einzelhandel" wirken engagierte Aiblinger Bürger mit. Sie betreiben, wie berichtet, eine problemorientierte Analyse, aus der dann die einzelnen Ziele und Maßnahmen abgeleitet werden sollen. Analysen betreiben auch die Fachplaner für die Bereiche Städtebau (betreut vom Architekturbüro von Angerer) und Wirtschaft (Einzelhandelsgutachten durch das Büro für Standort-, Markt- und Regionalanalyse Dr. Heider).
Die jeweiligen Arbeitsergebnisse führt schließlich die "Lenkungsgruppe" zusammen. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Arbeitskreise, Projektmanagerin, Fachplanern sowie Bürgermeister Felix Schwaller, Zweiter Bürgermeisterin Heidi Benda (GOL), Drittem Bürgermeister Otto Steffl (CSU) und den Stadträten Josef Glaser (SPD) sowie Stefan Roßteuscher (ÜWG). Diese Gruppe wählt letztenendes auch die Maßnahmen aus, die umgesetzt werden sollen und ordnet sie nach Prioritäten. "Dies alles wird dann vom Architekturbüro von Angerer zu dem förderungswürdigen Konzept ISEK zusammengefasst", erklärte der Wirtschaftsreferent.
Erste Veranstaltungen, die Bürger und Gäste vermehrt in die Innenstadt locken sollen, wurden Kühnel zufolge auch schon festgelegt. So sollen an vier Samstagen (voraussichtlich am 19. Mai, 23. Juni, 21. Juli und 22. September) Jazz-Frühschoppen in der Straße An der Waage stattfinden. Für Samstag, 5. Mai, ist überdies ein Baustellenfest am Marienplatz geplant, wo das neue Rathaus entsteht. "Ein weiteres Event soll während der Sperrung der Münchner Straße durchgeführt werden", so Kühnel, ohne bereits Genaueres zu verraten.
Im Herbst denke man zudem über eine Wiederauflage einer "Erntewoche", möglicherweise zusammen mit den Organisatoren des Bauernmarktes, nach. Auch arbeite eine Gruppe bereits an Ideen für die künftige Durchführung des Weihnachtsmarktes. Dabei gehe es unter anderem um die Fragen "Wie, wo und mit welchen finanziellen Beteiligungen und Zuschussmöglichkeiten?"
Eva Langwieder (Mangfall-Bote)
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