Feldkirchen-Westerham - Wie werden die Weichen für die stark frequentierte Staatsstraße 2078 gestellt? Sie war jetzt Thema im Umweltausschuss der Gemeinde.

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12.000 bis 13.000 Fahrzeuge durchqueren täglich die Ortsmitte von Feldkirchen. Ob deswegen aber die Staatsstraße 2078 verlegt wird, steht nach wie vor in den Sternen.
Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ist in die Jahre gekommen. Nach zwei Jahrzehnten soll er aktualisiert werden, eine Leitlinie für die neuen Gegebenheiten und Herausforderungen visuell dargestellt werden. Eine der interessantesten, aber auch schwierigsten Aufgaben dürfte der Weichenstellung für die stark frequentierte Staatsstraße 2078 zukommen. Sie war jetzt Thema im Umweltausschuss der Gemeinde.
Ob über die Aufwertung des Dorfplatzes in Feldkirchen oder eine mögliche Entlastungsstraße parallel zur Bahnlinie in Westerham diskutiert wird - die Staatsstraße steht fast immer im Mittelpunkt der meist konträren Meinungen. Und das sogar im wahrsten Sinn des Wortes.
Oder anders gesagt: Bei einer Abstimmung würde voraussichtlich eine Hälfte der Bürger für eine Verlegung zwischen Feldkirchen und Westerham plädieren, die andere Hälfe für ein unabänderliches Verbleiben im Ortskern von Feldkirchen. Beide Seiten könnten wahrscheinlich genügend stichhaltige Argumente ins Feld führen, um ihre eigene Position zu untermauern.
Für Bürgermeister Bernhard Schweiger besteht eigenen Worten zufolge kein erneuter oder ein weiterer Handlungsbedarf. Er erinnerte daran, dass vor zwei Jahren die Pro-Bürger-Fraktion einen Antrag auf Änderung des noch aktuellen Flächennutzungsplanes gestellt hatte. Vordergründig ging es damals darum, die vorgesehene Trasse für die eventuelle Umgehung aus der Planung herauszunehmen. Auch eine angedachte Tunnellösung sollte nicht weiter verfolgt werden, sagte Schweiger rückblickend. "In der Sitzung des Gemeinderats am 26. Januar 2010 wurde über beide Anträge getrennt abgestimmt. Beide Male wurde mit 21:3-Stimmen gegen ein Herausnehmen der möglichen Trassen und damit gegen den Pro-Bürger-Antrag abgestimmt.
Der Bürgermeister beleuchtete auch die aktuelle Situation. "Baudirektor Claus-Peter Olk vom Staatlichen Bauamt Rosenheim hat unsere Anfrage vom Dezember vergangenen Jahres bezüglich des zeitlichen Ablaufs der Planungen des Projekts Ortsumfahrung Feldkirchen-Westerham beantwortet", sagte Schweiger. "Die Maßnahme wurde bei der Fortschreibung des Ausbauplans angemeldet und ist nun erstmalig in den siebten Ausbauplan und zugleich in die erste Dringlichkeit aufgenommen worden", schreibt Olk. Und weiter: "Im siebten Ausbauplan sind auch Maßnahmen enthalten, die bereits im sechsten Ausbauplan in der ersten Dringlichkeit enthalten waren und sich derzeit zum Teil bereits im Bau beziehungsweise in der Planung befinden". Die sachliche und auch ernüchternde Einschätzung wird von Olk so beschrieben: "Auch gibt es Maßnahmen in der erste Dringlichkeit mit einem höheren Nutzen-Kosten-Faktor, welche daher objektiv gesehen in der Reihung vor der Ortsumgehung Feldkirchen-Westerham stehen". Fazit von Olk: "In Anbetracht der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ist daher ein Beginn der Planungen für die Ortsumgehung aus heutiger Sicht erst in der zweiten Hälfte der Gültigkeitsdauer des siebten Ausbauplanes, also erst nach 2015, wahrscheinlich".
Für die zeitlich aufwendige Vorberatung zur Aufstellung des neuen Flächenutzungsplanes will sich der Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten zu einer Klausurtagung zurückziehen, kündigte er schon vorab an. "Wenn diese Zukunftsplanung unter Dach und Fach ist, dann sehen wir weiter", ist Schweiger überzeugt.
me/Mangfall-Bote
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