Rosenheim - Das Parkhaus P9 am Klinikum wurde am Donnerstag offiziell eingeweiht. In Betrieb ist es bereits seit 2. November. Neun Monate Bauzeit gingen voraus.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Offiziell eingeweiht wurde gestern das Parkhaus P9 am Klinikum in der Altstadt-Ost. Die Rosenheimer Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS) hat damit auf fünf versetzten Parkebenen 518 neue Stellflächen geschaffen.
"Ein rundum gelungenes Projekt", meinte Abteilungsleiter Bernhard Wagner von der Regierung von Oberbayern bei den Feierlichkeiten, die im Lichthof des neuen Gebäudes abgehalten wurden.
Das P9 zieht schon mit seiner ungewöhnlichen Gestaltung der Fassade die Blicke auf sich. 1500 Schallschutzplatten in zwölf verschiedenen Farbtönen, angeordnet nach der saisonalen Farbpalette der Natur, wurden außen angebracht. Vier Farbtöne hat man speziell für Rosenheim gemischt, wie der für den Bau zuständige Architekt Fred Meier in seiner Festrede erläuterte.
Auch bei der Innengestaltung habe man auf eine ansprechende Gestaltung geachtet. So erinnern Stahlstelen im Innenhof an Gräser im Wind. Sie sollen eine Assoziation zur Landesgartenschau darstellen.
Über dieses Detail freute sich Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer ganz besonders. "Das ist wirklich wunderschön", lobte sie. Das neue Parkhaus sei ein weiterer Blickfang vor den Toren der Altstadt und setze bedeutende optische Akzente: "Das P9 beweist, das Parkhäuser nicht nur nützlich sind. Sie können auch schön sein."
Für das gesamte Bauvorhaben stand ein sehr enges Zeitfenster zur Verfügung, da für den Beginn der Arbeiten der Ausbau der Schönfeldstraße sowie der Abbruch des alten Hubschrauber-Landeplatzes abgewartet werden mussten. Allerdings war die Fertigstellung des Parkhauses vor der Landesgartenschau zwingend erforderlich. Mit neun Monaten Gesamtbauzeit konnte dieses Ziel erreicht werden.
Besonders die außergewöhnliche Architektur beeindruckte den Vertreter der Regierung von Oberbayern. "Hier fühlen sich die Autofahrer wohl", war er sich sicher und wünschte den Nutzern des auf Amtsdeutsch genannten "ruhenden Verkehrs" eine "angenehme Ruhe im P9".
Beim Bau wurde auf hohen Komfort geachtet. Die Fahrgassen sind breiter als üblich. So soll Ein- und Ausfahren ohne lästiges Rangieren möglich sein.
Zur besseren Orientierung wurde jeder Etage eine Farbe zugeordnet. So sollen Autofahrer ihr Fahrzeug schnell wiederfinden.
Der helle und freundlich gestaltete Lichthof dient dem Luftaustausch. Außerdem wurde überall im Gebäude darauf geachtet, dass wenig Lärm von außen nach innen dringt und umgekehrt.
Den ökumenischen Segen spendeten Pfarrer Andreas Maria Zach, sein evangelischer Amtsbruder Dr. Bernd Rother und Imam Sadi Alper. Für die musikalische Umrahmung war das Bläserquartett der Stadtkapelle zuständig.
Nach der offiziellen Freigabe - dafür durchschnitten Oberbürgermeisterin Bauer, Abteilungsleiter Wagner, Architekt Meier und GRWS-Geschäftsführer Manfred Santer ein rotes Band - nutzten einige Festgäste die Möglichkeit, mit ihrem Fahrzeug eine Ehrenrunde durch das neue Parkhaus zu drehen.
wu/Oberbayerisches Volksblatt
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