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Rosenheim: Hartes Programm für die Starbulls - Gegnertrainer haben schon verlängert

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Steer und die Starbulls - das passt

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Rosenheim - Das Derby gegen den Erzrivalen Landshut (19.30 Uhr) steht heute abend an. Im Vorfeld hat Franz Steer auch Position zu seiner Zukunft bezogen.

© Gerleigner

Zwei der stärksten Spieler ihrer Vereine im direkten Duell: der Rosenheimer Mitch Stephens gegen den Landshuter Verteidiger Kevin Kapstad.

Die Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga steuert gerade unaufhaltsam ihren Höhepunkten - die Schlussphase in der Doppelrunde und die anschließende Play-off-Runde - entgegen, da beschäftigen sich die Vereine bereits mit dem nächsten Spieljahr. So wie die beiden nächsten Rosenheimer Gegner EV Landshut (Freitag, 19.30 Uhr, in Landshut) und ETC Crimmitschau (Heimspiel am Sonntag, 18 Uhr).

Bei beiden Teams haben die Trainer vorzeitig ihre Verträge verlängert: Landshuts Jiri Ehrenberger für zwei weitere Jahre und Fabian Dahlem für ein Jahr. Wie sieht es da eigentlich in Rosenheim aus? Bleiben Sie auch nächste Saison Trainer bei den Starbulls, wollte die OVB-Sportredaktion von Trainer Franz Steer wissen und der antwortete ohne lange zu überlegen: "Ich gehe davon aus, dass ich auch nächste Saison bei den Starbulls als Trainer hinter der Bande stehe. Wir haben zwar noch nicht konkret darüber gesprochen, aber ich habe mit der Vorstandschaft ein Vertrauensverhältnis wie es das im Profi-Eishockey wohl kein zweites Mal gibt", erklärte Steer.

Das bestätigt auch Starbulls-Vorstand und Sponsor Richard Diebald, der noch konkreter wird: "Franz Steer gehört bei uns schon zum Inventar. Er hat einen unbefristeten Vertrag. Wir sind mit seiner Arbeit hochzufrieden". Und es spricht nichts, aber auch gar nichts dagegen, dass Steer auch nächstes Jahr die Geschicke der Starbulls im sportlichen Bereich leitet. Steer hat auch schon erste Vorgespräche mit einigen Spielern geführt. "Das ist üblich um diese Zeit. Sie wollen wissen, ob der Verein sie behalten will und ich will wissen, ob sie überhaupt bleiben wollen", sagt Steer. Das hindere ihn und seine Spieler aber in keinster Weise daran voll konzentriert in das letzte Viertel der Doppelrunde zu starten. Jetzt werden die guten Plätze für die Play-off-Runde vergeben, jetzt holt man sich das Selbstvertrauen für die schönte Zeit im Eishockey.

"Wir sind gerüstet. Auch für das Derby in Landshut. Wir sind nicht weit weg von den Cannibals", weiß Steer und verweist auf die stets knappen Spielausgänge. "Warum soll ich etwas ändern. Bis auf ein Drittel im ersten Spiel waren wir immer auf Augenhöhe", erklärte Steer. Und warum ging dann in den letzten Spielen immer Landshut als Sieger vom Eis? "Da gibt es relativ einfache Begründungen. Landshut hat momentan einen Lauf. Landshut nutzte unsere Fehler konsequent zu Tore aus, was wir auf der anderen Seite nicht schafften und Landshut hat eine Bombenmannschaft", nennt Steer drei Gründe. Wer mit Billy Trew und Markus Welz zwei ehemalige DEL-Spieler in der vierten Reihe aufbieten kann, muss ein Spitzenteam haben. "Um Landshut in dieser Saison zu schlagen muss alles passen. Norm Maracle muss einen Sahnetag erwischen, wir dürfen uns nicht zu viele Fehler leisten, wir müssen unsere Chancen nutzen und im richtigen Moment die Tore schießen", nennt Steer das Rezept für einen Erfolg gegen die Niederbayern, die als Spitzenreiter 12 Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Starbulls Rosenheim haben.

Alleine die Tabellenkonstellation zeigt, dass dieses Derby das absolute Spitzenspiel dieses Spieltages ist. Natürlich wäre es für Rosenheim schön, den Vorsprung mit einem Derbysieg auf den Klassenprimus zu verringern, doch Franz Steer blickt auch nach hinten. "In dieser verrückten Saison ist vieles möglich, auch wenn unser Vorsprung auf Rang neun mit elf Punkten aus Crimmitschau schon sehr komfortabel ist", sagt Steer, der von einem Sechs-Punkte-Spiel gegen die Eispiraten spricht. "Am Sonntag ein Sieg und wir haben unser erstes Saisonziel, die Teilnahme an der Play-off-Runde so gut wie erreicht", glaubt Steer.

Ob er dabei auf die Unterstützung seiner beiden etatmäßigen Verteidiger Beppo Frank und Dominic Auger hoffen kann, ist weiter fraglich. "Bei Frank sieht es ganz gut aus und wenn es ein Play-off-Spiel wäre, könnte auch Auger spielen. Ich warte da bis Freitag ab", sagt Steer, der aber auch vollstes Vertrauen in seine jungen Verteidiger hat: "Welcher Zweitliga-Verein hat in einem Spiel schon vier Verteidiger aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Eis", fragt Steer zu Recht. Beim Auswärtssieg in Bremerhaven spielten mit Michael Rohner, Niko Senger, Max Meirandres und Max Renner vier "Einheimische" in der Abwehr und sie machten ihre Sache hervorragend. Die gute Nachwuchsarbeit bei den Starbulls ist auch ein Grund für Franz Steer ein weiteres Jahr bei den Starbulls zu bleiben: "Ich arbeite gerne mit jungen und ehrgeizigen Spielern zusammen", sagt Steer.

Wir berichten ab 19.30 Uhr im Live Ticker!

bz / Oberbayerisches Volksblatt

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