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Rosenheim - Dieser Spieler weiß ein Tor zu bejubeln! Hoffentlich auch bald im Trikot der Starbulls. Jetzt lassen wir die Katze aus dem Sack: Der Neuzugang ist Konrad Reeder.
Reeder ist der Spieler, über den das Oberbayerische Volksblatt letzte Woche bereits geschrieben hat: „Die Starbulls stehen in Kontakt mit einem kanadischen Stürmer mit einem außergewöhnlichen Torjubel, der auf youtube.com filmisch festgehalten ist.“ Und genau dieser Spieler hat den Starbulls gestern seine feste Zusage gegeben.
Sein Jubel-Video ist auf youtube.com immer noch zu sehen. Man muss nur bei der Suche Konrad Reeder eingeben und den Film „Three Star Selection“ ab 1:07 Minuten anschauen. Hier stürmt Konrad Reeder auf das Eis, der sich kurz auf den Bauch legt, sich blitzschnell umdreht, eine Brücke macht und dann auf dem Kopf und den Schlittschuhen ins gegenüberliegende Tor rutscht - sensationell!
Das ist aber nicht alles, was Reeder kann. In der Saison 2007/2008 spielte der Rechtsaußen zusammen mit Mitch Stephens in einer Mannschaft bei den New Mexiko Scorpions in der Central Hockey League (CHL). Stephens, der ja nächste Saison wieder für die Starbulls spielt, erzielte in dieser Saison 2007/2008 in 52 Spielen 17 Tore und 24 Assists.
Und jetzt festhalten: Reeder schoss in 64 Spielen 41 Tore und machte 67 Assists.
In der CHL spielte Reeder vier Jahre lang und zählte dabei immer zu den Top-Torjägern in seinen Teams. Zuletzt schoss Reeder seine Tore für die Arizona Sundogs. Hier spielte er zusammen mit dem Ex-Rosenheimer DEL-Verteidiger Chris Bartolone, der inzwischen 39 Lenze auf dem Buckel hat und mit dem Ex-Füssener und -Dresdener Kevin Gardner.
Auch hier sind die Vergleiche in den jeweiligen Statistiken sehr interessant. Reeder erzielte als zweitbester Skorer seines Teams in 64 Spielen 25 Tore und 30 Assists, Gardner in 46 Spielen 15 Tore und 25 Assists. In den drei Jahren vorher spielte Gardner in Deutschland und schoss dabei für Füssen in der Oberliga 30 Tore (49 Assists) für Dresden in der Oberliga 40 Tore (52 Assists) und in der 2. Liga für Dresen 15 Tore (16 Assists).
Aussagekräftig ist auch der Vergleich mit Reeders ehemaligem Mannschaftskollegen Brock Hooton, als beide zu ihren College-Zeiten bei St. Cloud State spielten und auf 27 Punkte kamen, wobei Reeder drei Spiele weniger absolvierte. Hooton zählte letztes Jahr beim deutschen Zweitliga-Spitzenteam Schwenningen zu den Leitungsträgern: 24 Tore und 27 Assists in 47 Spielen unterstreichen das.
Das sind zwar alles nur Vergleiche von Statistiken und Zahlenspielereien, doch der erste Eindruck von Reeder ist sehr positiv. „Wir haben zwar den unterschriebenen Vertrag noch nicht vorliegen, aber nach den Telefongesprächen bin ich mir sicher, dass er kommt“, erklärte der 2. Starbulls-Vorstand Karl Aicher.
Genauso sieht es auch Trainer Franz Steer: „Er hat mir geschrieben, dass er sich zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern auf Rosenheim freut. Er hat sich für unser Interesse bedankt und geschrieben, dass wir mit ihm die richtige Wahl getroffen haben.“
Reeder wollte übrigens nach seiner bisher erfolgreichsten Saison mit den 108 Skorerpunkten bei New Mexiko schon einmal nach Europa, hatte auch einen Vertrag bei den Frederikshavn White Hawks in Dänemark unterschriebnen, doch der finnische Coach wollte ihn plötzlich nicht mehr, weil er Spieler aus Finnland favorisierte. Danach überlegte Reeder, ob er in Deutschland anheuern soll, als ihn ein Anruf aus Kanada erreichte und er zu den Colorado Eagles wechselte.
„Ich glaube, dass wir mit ihm einen guten Fang gemacht haben. Jeder Trainer oder Spieler mit dem ich über ihn gesprochen habe schwärmt von Reeder. Er sei ein Supertyp, der weiß wo das Tor steht“, freut sich Steer auf seinen Neuzugang. Nichts wurde es dagegen mit der Verpflichtung des ehemaligen NHL-Centers Ben Simon, der auch schon für Iserlohn in der DEL spielte. Er wird in der englischen Liga Spielertrainer bei Sheffield.
Den Kontakt zu Simon hatte übrigens Rosenheims neuer Keeper Norm Maracle hergestellt, der auch noch Telefonnummern von anderen interessanten Spielern für Rosenheim hat...
bz/Oberbayerisches Volksblatt
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