Wo brauche ich eine Vignette?

Die besten Tipps für den Maut-Dschungel

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Landkreis - Der Sommerurlaub steht bevor - und Urlaubszeit ist bekanntlich Reisezeit. Aber Achtung: Bei Autofahrern lauert der Maut-Dschungel. Die besten Tipps des ADAC:

Ganz sorgenfrei ist der Urlaubs-Trip in den Süden nicht immer – zumindest wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Denn in den meisten Ländern werden Mautgebühren fällig. Dabei unterscheiden sich die Mautsysteme von Land zu Land und teilweise gar innerhalb der einzelnen Länder. Wer sich vor der Abreise informiert, kann Geld sparen. Wer ins Blaue fährt, kann eine böse Überraschung erleben. Unser Partnerportal tz hat beim ADAC die besten Tipps eingeholt:

Vignette

Allein in Österreich waren im vergangenen Jahr 78.000 Deutsche von Ersatzmautforderungen betroffen. Das Hauptproblem: Das Pickerl ist falsch angebracht worden. „Richtig klebt die Vignette innen an der Winschutzscheibe im linken oberen Bereich oder hinter dem Rückspiegel“, sagt ADAC-Jurist Stefan Köninger. Tabu ist dagegen die Anbringung hinter einem Tönungsstreifen. In anderen Ländern gelten andere Regeln. In Tschechien etwa besteht die Vignette aus zwei Teilen – auf beiden muss das Kennzeichen eingetragen werden. Ein Teil wird aufgeklebt, den zweiten muss man aufbewahren und mit sich führen. In Slowenien ist vielen Autofahrern dagegen nicht klar, in welche Kategorie ihr Fahrzeug fällt. Achtung: Selbst wenn Sie zu viel bezahlt haben, droht ein Bußgeld.

Keine Tricks

Einige Autofahrer versuchen, sich die Maut für den Zweitwagen zu sparen, indem sie die Klebefläche des Pickerl mit Vaseline behandeln. Die Vignette lässt sich dann ohne Zerstörungen abnehmen. Das wissen auch die Kontrolleure und legen im Zweifel selbst Hand an. Bei Manipulationsverdacht ist in Österreich eine doppelte Ersatzmaut von 240 Euro fällig!

Vorsicht Wohnwagen

Wie kompliziert das Maut-Chaos in Europa ist, wissen Wohnwagenfahrer am besten. In Österreich fällt der Wohnanhänger nicht ins Gewicht, in der Schweiz ist dagegen eine zusätzliche Vignette erforderlich. In Italien entscheidet die Achsenzahl des gesamten Gespanns über die Höhe der Maut, in Frankreich die Gesamthöhe.

Elektronische Maut

Sie ist auf dem Vormarsch – bei Vignette und auch bei streckenbezogener Maut. In Ungarn etwa gibt es nur noch die elektronische Vignette. Beim Kauf muss der Autofahrer genau kontrollieren, ob das Kennzeichen und die Gültigkeitsdauer korrekt angegeben sind. Bewahren Sie den Kontrollabschnitt unbedingt zwei Jahre lang auf. Auf anderen Strecken, etwa in England, Irland und Italien (A36 Pedemontana), müssen sich Reisende vorab registrieren, um die Strecke regulär nutzen zu können. Auf der Pedemontana ist auch die Mautbox Telepass hilfreich. Besonders in Italien hat man damit einige Vorteile: Reisende können nicht nur auf reservierte Spuren fahren, sondern auch die Maut für die Pedemontana automatisch zahlen. Für Nicht-Italiener ist der Telepass bei tolltickets.com erhältlich.

Kreditkarte mitnehmen

An den meisten Mautstellen wird nur noch am Automaten bezahlt. EC-Karten funktionieren oft nicht, in einigen Ländern – etwa bei neueren Stationen in Norwegen – können Sie nur mit Kreditkarte zahlen.

Problemfall Italien

Das italienische Mautsystem ist besonders kompliziert und fehleranfällig. Wer sein Einfahrticket verlegt hat, muss die höchstmögliche Gebühr nachzahlen – außer er kann mit Hotelquittungen oder Tankbelegen nachweisen, dass er nur auf einem Teilstück unterwegs war. Wer bei einem Streik der Mitarbeiter an der Mautstelle durchgewunken wird, darf sich nicht zu früh freuen. Bei der Ausfahrt werden die Fahrzeuge fotografiert, die Maut wird trotzdem fällig. Übrigens: In Italien verjähren solche Ansprüche erst nach zehn Jahren.

Es geht auch anders

Dass die Maut nicht kompliziert sein muss, beweisen die Skandinavier: Trotz unterschiedlicher Betreiber hat man sich auf ein gemeinsames Modell zur elektronischen Mauterhebung geeinigt. Außerdem bauen die Skandinavier ihre Mautstationen wieder ab, wenn die Straße finanziert ist.

Eine genaue Auflistung der Mautpreise einzelner Länder sowie Rechnungsbeispiele für beliebte Urlaubsrouten finden Sie auf unserem Partnerportal tz!

Quelle: tz

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