Kinderreporter im Einsatz

Boot und Spiele - Familienkreuzfahrt ans Nordkap

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Unsere Kinderreporter Felix und Benjamin mit Kapitän Olaf Hartmann auf der Brücke der Columbus 2.

In den Sommerferien schicken wir immer die Kinderreporter aus, um für uns zu berichten. Heuer testeten die beiden Freunde Felix H. und Benjamin J. (beide 12)...

...aus Weilheim die Columbus 2, das Familienschiff von Hapag Lloyd Kreuzfahrten.

Ihr Bordtagebuch

Donnerstag - Felix schreibt: Wir fliegen zum Schiff

Um 5 Uhr hat bei uns daheim in Weilheim der Wecker geklingelt. Benjamins Vater bringt uns zum Flughafen und wir steigen in den Flieger nach Hamburg, von dort geht es mit dem Bus weiter nach Kiel. Bis wir auf dem Schiff sind, ist es Nachmittag.

Unsere Kabine auf der Columbus 2 heißt Penthouse Suite und hat einen schönen großen Balkon. So eine Suite ist für Familien gedacht. Es gibt ein großes Doppelbett und eine Ausziehcouch, auf der normalerweise die Kinder schlafen. Manche Suiten haben auch getrennte Zimmer.

Um 17 Uhr gab es erst einmal eine Rettungsübung. Wir mussten zur Sammelstation B und dann zu dem Platz, wo im Ernstfall die Rettungsboote hergerichtet werden.

Die Columbus 2 im Geirangerfjord.

Zum Essen gingen wir dann ins Lido-Restaurant. Ein Ober hat uns angeboten, ihn anzusprechen, falls uns etwas fehlt am Büffet. Er hätte uns auch Pommes oder so gemacht. Wir wollten aber lieber etwas vom Büffet nehmen. Als Erstes entdeckten wir dort den Schokoladenbrunnen, in den man Fruchtspieße halten kann. Dass wir die als Vorspeise gegessen haben, hat der Ober lustig gefunden. Danach haben wir uns noch Nudeln mit Soße geholt.
Nach dem Abendessen haben wir erst einmal das Schiff besichtigt. Es gibt eine Observation Lounge, von der man eine tolle Aussicht aufs Meer hat, ein Pooldeck mit einem kleinen Pool, zwei Whirlpools und einer Tischtennisplatte. Die hat mir am besten gefallen.

Freitag- Benjamin schreibt: Willkommen im Club

Während wir geschlafen haben, ist die Columbus 2 die ganze Nacht durchgefahren. Am Morgen haben wir ein Containerschiff überholt. Wir sind heute den ganzen Tag auf See und müssen bis Vik in Norwegen, wo wir morgen ankommen wollen. Von Kiel sind das 661 Seemeilen.

Um 10 Uhr ist eine Sicherheitseinweisung für Kinder und ihre Eltern, denn wenn die Kinder auf dem Schiff allein unterwegs sind und es einen Notfall gibt, werden sie von Crewmitgliedern direkt zum Sammelpunkt gebracht. Damit sie wissen, zu welchem, haben die Kinder farbige Armbänder.

Benjamin wird von den Nannies auf Händen getragen.

Danach haben sich die fünf Nannies vorgestellt, die die Kinder im Kids- oder Teensclub betreuen. Auch Corinna Harder ist an Bord, eine Autorin, die das Spiel „Black Stories“ erfunden und schon viele Bücher geschrieben hat. Auch ihre Freundin ist dabei, Susanne Bachleitner, eine Musikerin. Die beiden machen auf dem Schiff Angebote für Kinder. Wer Lust hatte, konnte gleich mit Frau Harder in die Observation Lounge gehen, um ein Reisetagebuch zu schreiben. Dabei haben wir gelernt, dass der längste Fluss in Norwegen Gomma heißt und 601 Kilometer lang ist und der höchste Berg der Galdhopiggen mit 2469 Metern ist. Zum Mittagessen haben wir uns heute einen Platz auf der Terrasse gesucht. Der Wind war aber so stark, dass er mir meine Salatblätter vom Teller geweht hat. Am Nachmittag sind Felix und ich noch in den Whirlpool gesprungen.

Samstag - Felix schreibt: Kirchen und Wasserfälle

Landausflüge für Kinder: Felix und Benjamin unter riesigen Hinkelsteinen in Leknes auf den Lofoten.

Nach dem Frühstück kamen wir in Vik an und sind mit einem Tenderboot an Land gefahren. Wir sind an einem schönen Fluss entlang gegangen und haben einen lächelnden Kirchturm gesehen. Die Augen waren Fenster und der Mund ein Vordach. Aus der Entfernung haben wir auch die Stabkirche gesehen. Im Reiseführer steht, es soll eine der ältesten des Landes sein. Benjamin und seine Mutter haben sie auch besichtigt.
Beim Anlegen in Flåm schauten wir vom Joggingtrack aus zu, wie unser Kapitän das Schiff rangiert. Eines der Taue zum Befestigen konnte erst nach vielen Versuchen gefangen werden. In Flåm gingen wir auf einen Hügel, von dem man gut auf die Columbus 2 schauen konnte.
Später auf der Weiterfahrt sahen wir viele Wasserfälle, für die Norwegen ja bekannt ist. Wir freuen uns schon auf das Kickertunier morgen.

Sonntag - Benjamin schreibt: Im Land der Trolle

Nach dem Frühstück haben der Felix und ich Tischtennis gespielt. Zum Glück war die Platte überdacht, denn es hat am Morgen geregnet. Aber ich fand es gar nicht schlimm, denn es sieht interessant aus, wenn es auf dem Meer regnet.

Wir sind heute in Molde angekommen und haben einen Kinderausflug mit dem Bus ins Land der Trolle gemacht. Wir haben Kerzen verziert, Ziegen gestreichelt, Spiele gespielt und die Schatztruhe vom Käpt’n Knopf gesucht, die er für uns versteckt hat. Wer sie fand, bekam einen Teil vom Schatz.

Montag - Felix schreibt: Trondheim und Tischtennis

Die zwei Freunde beim Kickern.

Wir sind heute in Trondheim spazieren gegangen, wo der Nidarosdom steht. In einem Café haben wir andere Gäste der Columbus 2 getroffen. Danach waren wir in einem schönen Museum mit Kunst der Samen. Samen sind die Ureinwohner von Nordnorwegen, die immer noch Rentiere halten und in Zelten wohnen.

Später haben wir unserem Schiff wieder beim Ablegen zugeschaut. Besonders gut gefällt mir die Musik, die dabei immer gespielt wird. Wir haben dann Tischtennis und Schach gespielt. Und am Abend haben Benjamin und ich noch im Teensclub einen Zeichentrickfilm angeschaut. Leider waren wir danach zu müde, um zum Kabarett zu gehen.

Dienstag - Benjamin schreibt: Heilige Wege auf den Lofoten

Mann, ist der groß! Felix entdeckt einen Troll im Wald.

In Leknes auf den Lofoten sind wir heute zu einem Wanderausflug gestartet. Ein netter Fremdenführer hat uns auf den Berg geführt, wobei er uns auch Geschichten aus der Gegend erzählte. Zum Beispiel, dass der Weg, auf dem wir gegangen sind, früher heilig war, weil der Pfarrer hier im Winter genau in der Mitte zwischen zwei Kirchen den Gottesdienst gehalten hat, damit er nicht so weit durch den Schnee laufen musste. Oben auf dem Berg hatten wir einen super Ausblick und haben ganz viele Fotos gemacht. Die Sonne hat die ganze Zeit geschienen.
Mittags waren wir zurück auf dem Schiff und ich habe, wie schon ganz oft, Nudeln gegessen. Der Koch, der die Nudeln immer austeilt, kennt mich jetzt schon und lacht immer mit mir.
Um 15 Uhr startete ein Tischtennisturnier, gleich danach gab es ein Klassikkonzert für Kinder, dabei konnte jeder einmal die Geige und das Horn ausprobieren. Am Abend sind wir durch den schmalsten Fjord Norwegens, den Trollfjord, gefahren und haben da auch gewendet. An der schmalsten Stelle ist er nur 100 Meter breit.

Mittwoch - Felix schreibt: Die Reise zum Nordkap

Heute früh haben wir ausgeschlafen und uns erholt, weil wir heute Nacht zum Nordkap fahren.

Um 17 Uhr sind wir ums Nordkap herum gefahren und haben dabei auch das Felshorn gesehen. Am Abend sind wir mit einem Tenderboot ins kleine Dorf Skarsvåg gefahren. Von dort aus hat man auf einem Hügel Rentiere gesehen.

Am Nordkap steht die Meridiankugel. Dort haben sich alle gegenseitig vor der Kugel fotografiert. Ich fand den Gedanken toll, dass ab diesem Punkt nur noch Meer und Eis kommt, meiner Mutter haben am besten die winzigen Blümchen gefallen, die hier noch wachsen. Obwohl es nicht so kalt war, wie wir gedacht hatten, habe ich doch ein bisschen gefroren.

Auf der Rückfahrt haben wir in Skarsvåg einen ganzjährigen Weihnachtsladen angeschaut.

Auf dem Schiff gab es dann, weil das Abendessen wegen des Ausflugs sehr früh war, noch einen Mitternachtsimbiss. Um 0.45 Uhr haben wir noch Bilder vom Nordkap gemacht, da war es noch ganz hell.

Hier gehts weiter zum Bordtagebuch Teil 2

DIE CHECKLISTE VON FELIX UND BENJAMIN

REISEDAUER: 12 Tage.

ROUTE: Kiel, Vik, Flåm, Molde, Åndalsnes, Trondheim, Leknes, Skarsvåg, Tromsø, Geiranger, Bergen, Kiel.

KINDERPROGRAMM: Das beste Angebot für Kinder auf dem Schiff: Kids- und Teensclub,

ESSEN: Beim Essen haben uns die Fruchtspieße, die man unter den Schokoladenbrunnen halten konnte, und Nudeln aller Art am meisten geschmeckt.

HÄFEN: Am besten gefallen hat uns Flåm wegen der Aussicht auf das Dorf. Und Leknes auf den Lofoten wegen der Landschaft.

LANDAUSFLUG: Der tollste Landausflug war für uns das Kajakfahren im Geirangerfjord.

SONNENUNTERGANG: Den schönsten Sonnenuntergang erlebten wir vor Kiel (die Sonne ging in Norwegen so spät unter, dass wir nur diesen gesehen haben).

LIEBLINGSPLATZ: Unser Lieblingsplatz auf dem Schiff war bei der Tischtennisplatte.

FREUNDE: Wen wir kennengelernt haben: viele andere Kinder.

MANNSCHAFT: Unsere Lieblingscrewmitglieder waren die fünf Nannies, Uwe Mannweiler (Cruise Direktor), Olaf Hartmann (Kapitän) und der nette Koch.

UNTERHALTUNG:Das schönste Unterhaltungsprogramm war das Klassikkonzert für Kinder.

SPANNUNG: Der spannendste Moment der Kreuzfahrt: das Umdrehen im Troll­fjord (der ist sehr eng für so ein Schiff). Dort gab es auch sehr schöne Musik von Edvard Grieg, um die Trolle zu besänftigen.

VERBESSERUNG: für das Familienschiff: Beim Kajakfahren sollten auch die Kinder eingewiesen werden.

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