Unterhaltung auf dem Ozean

Kreuzfahrtschiffe mit Entertainment locken Jüngere

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Wasserpark an Bord der "Harmony of the Seas": Kreuzfahrtneulinge und Jüngere entscheiden sich häufig für ein großes Schiff mit vielen Entertainment-Angeboten.

Im Jacket und Abendkleid auf dem Kreuzfahrtschiff dinieren - dieses Klischeebild stirbt allmählich aus. Angesagt vor allem bei Jüngeren sind dagegen Boote mit einem opulenten Unterhaltungs-Programm.

Berlin - Kreuzfahrtneulinge und eher Jüngere wollen nicht nur entspannt im Liegestuhl sitzen und aufs Meer schauen. Sie entscheiden sich häufig für ein großes Schiff mit vielen Entertainment-Angeboten.

Persönlicher, aber auch etwas teurer sind Kreuzfahrten auf kleineren Schiffen wie der "Europa 2" von Hapag-Lloyd.

"Reedereien wie Tui Cruises und Aida gelingt es, neues Publikum auf ihre Schiffe zu ziehen und vom klassischen Strandurlaub wegzuholen", sagt Benjamin Krumpen, stellvertretender Vorsitzender des Schiffsausschusses beim Deutschen Reiseverband (DRV). "Die Schiffe sind etwas für Urlauber, die sonst klassischen Pauschalurlaub am Mittelmeer machen." Aida und Tui, aber auch MSC, Costa oder Royal Caribbean International zeichnen sich durch Schiffe mit Platz für bis zu 5000 Passagiere und durch ihre vielfältigen Unterhaltungsangebote an Bord aus. "Da ist das Schiff selbst ein Riesenerlebnis", sagt Krumpen. Das Zielgebiet und die angebotenen Landgänge seien dagegen weniger wichtig.

Die "Sea Cloud II" vor Guadeloupe: Kreuzfahrten auf Großseglern sind besonders etwas für Kenner, die vorher oft schon an Bord vieler Schiffe unterwegs waren.

Eher persönlicher und meistens teurer sind kleinere Schiffe von Reedereien wie Hapag-Lloyd, Plantours oder Phoenix Reisen. "Hier ist vor allem die Destination das entscheidende Kriterium", erläutert Krumpen - wobei das Thema Essen auf jedem Schiff ebenfalls eine große Rolle spiele. Auch hier sind durchaus Neueinsteiger dabei - allerdings eher die mit einem "volleren Portemonnaie", wie der Experte es nennt. Und dann gibt es noch die Kreuzfahrten für Spezialisten: zum Beispiel Expeditionen ins Nordpolarmeer, in die Antarktis oder Törns auf Segelschiffen. "Die klassische Kreuzfahrt mit Smoking gibt es eigentlich nicht mehr", sagt Krumpen. "Dieses antiquierte Bild muss man vergessen."

dpa

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