Nach Unterschriftenaktion für den Tourismus:

Lang: "Demo vor dem Rathaus in Aschau geplant"

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Wird das ehemalige Hotel Hohenaschau jetzt zu einer Flüchtlingsunterkunft umgewandelt? Bürger wehren sich!

Aschau - Die Stimmung um das Hotel Hohenaschau ist nach wie vor angespannt. Nach der Unterschriftenaktion für den Erhalt des Tourismusbetriebes, gehen die Organisatoren jetzt einen Schritt weiter:

Der Kampf um den Erhalt des ehemaligen Hotels Hohenaschau in Aschau am Chiemsee geht in die nächste Runde: "Bisher läuft die Unterschriftenaktion sehr erfolgreich. Wir können bisher, nach rund einer Woche, schon auf die Unterstützung von 500 Bürgern zählen", erklärt Heribert Lang, selbst Miteigentümer in der Garni-Hotelanlage und Pächter des Restaurants "Zur Burg" im Gespräch mit rosenheim24.de. Um sein und auch das Anliegen seiner Mitstreiter weiter publik zu machen, will der Restaurant-Chef jetzt sogar einen Schritt weiter gehen.

Demo vor dem Rathaus organisiert

Bis zum Samstag, den 23. Januar, liegt das Ziel der Initiative dabei, insgesamt 1.000 Unterschriften gegen die Unterbringung von Asylbewerbern und für den Erhalt des Hotelbetriebs im Haus Hohenaschau zu sammeln, erklärt Heribert Lang weiter. Dann habe man vor, ab ca. 14 Uhr, die gesammelten Meinungsbekundungen dem Rathauschef in Aschau, Bürgermeister Peter Solnar, vorzulegen. Parallel dazu soll auch eine Demonstration mit der Beteiligung von lokalen, politischen Vertretern stattfinden, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Jedoch nicht aus negativen Gründen, wie Initiator Heribert Lang mit Nachdruck betont:

"Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass wir hier eine Drohkulisse aufbauen". Man möchte schlicht nicht in eine Ecke gestellt werden, in der man selbst nicht sein möchte, so Lang weiter. Der Erhalt des Tourismusbetriebes und eben nicht die Abwendung einer Asylunterkunft, stünden dabei für die Aschauer Bürger ganz klar im Vordergrund.

Trotzdem sehe auch der Chef der Initiative, sollte das ehemalige Hotel trotz der Bedenken seiner Mitstreiter in eine Flüchtlingsunterkunft umgewandelt werden, "jede Menge sozialen Brennstoff" auf die Anlieger zukommen. Bevor man über 200 Asylbewerber auf engstem Raum unterbringe, müsse vorher alleine schon aus Gründen der Integration, darüber nachgedacht werden, andere Lösungen zu finden. "Es sind doch genug Privatanbieter da, doch da geht nichts weiter", zeigte sich Lang im Gespräch aufgrund vieler Leerstände in der Gemeinde unverständig.

Offener Brief trifft auf große Resonanz

Bereits Anfang des Monats hatte sich Heribert Lang in einem Brief an die Öffentlichkeit gewandt. Sein Hauptargument: Mit einer Umnutzung des Hotels "würde der Tourismusort Aschau sein größtes Hotel und sicher auf nicht absehbare Zeit als preisgekrönter Tourismusort wesentlich an Attraktivität verlieren. Zudem steht keine vergleichbare Hotelqualität in dieser Größenordnung mehr am Ort zur Verfügung." 

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