Schwer zu sagen, ob eine der beiden Parteien besondere Erwartungen an dieses Treffen hegte: Die RAG, Erdgasexplorationsunternehmen aus Österreich, und die Bürgerinitiative gegen Erdgasbohrungen in Breitbrunn, hatten schon im Dezember weitere Gespräche über das Bohrprojekt vereinbart. Denn seit Bekanntwerden der RAG-Pläne, nahe am Naturschutzgebiet Bohrungen weit unter den Chiemsee zu führen, um dort lagerndes Erdgas zu fördern, artikulierte sich der Protest der Anlieger und Naturschützer. Sie sehen in diesem Vorhaben eine massive Bedrohung der Umwelt und eine Gefährdung des Trinkwassers. Deshalb hatte die RAG Gespräche über alternative Standorte angeboten.
Beim jüngsten Treffen im Bayerischen Hof in Prien präsentierte die RAG eine Handvoll anderer möglicher Bohrstellen in einiger Entfernung der ursprünglichen Lokation, zum Teil auf Eggstätter oder Rimstinger Gemeindegebiet.
Doch im Moment ist wohl nur eines klar: die Frontbildung. Aber man wolle im Gespräch bleiben, heißt es dazu von beiden Seiten. Denn, so Johannes Süß, Leiter des Bohrbereichs der RAG, einige Fragen der Gesprächspartner stehen noch zur Beantwortung aus. Und solange der Dialog bestehe, soll das Bergamt die Bearbeitung des Antrags der RAG weiterhin aussetzen.
püh/Oberbayerisches Volksblatt







































