Grüne: Kein Stillhalten und Aussitzen!

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Breitbrunn - Die geplante Erdgasbohrung unterhalb des Naturschutzgebiet am Langbürgner Sees stoßen bei den Grünen auf heftigen Widerspruch.

Die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm hat mit ihren Kollegen Christian Magerl und Ludwig Hartmann einmal genauer über die Erdgasbohrung am Langbürgner See bei der bayerischen Staatsregierung nachgefragt, und ist mit den Antworten gar nicht einverstanden. So sagt die Landtagsabgeordnete, die für Rosenheim zuständig ist: „Die Staatsregierung argumentiert so zur geplanten Erdgasbohrung: Wir denken, wir brauchen das bei Erdgasbohrungen eingesetzte gefährliche Frackingverfahren in Bayern jetzt gerade nicht, es hat ja auch noch niemand beantragt - deshalb haben wir hier auch gar kein Problem. Wir möchten aber, dass sich die Staatsregierung jetzt und auch für die Zukunft eindeutig positioniert: Gegen den Einsatz von Frackingverfahren und gegen eine Erdgasförderung, die durch giftige Chemikalien das Grundwasser in Bayern gefährden kann.“ Denn die Risiken einer Erdgasbohrung sind bekannt: Bei der Förderung können gefährliche Verschmutzungen verursacht werden.

Demonstration am Langbürgner See

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Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Claudia Stamm fordert deshalb: „Naturschutz, Klimaschutz, Energiewende: Beim bayerischen Staatshaushalt – und beim aktuellen Nachtragshaushalt - zeigt die Staatsregierung ganz aktuell, dass sie diese Themen lange nicht so ernst meint, wie sie es darstellt. Und auch ein Stillhalten, Aussitzen und Konzeption-slosigkeit bei den geplanten Erdgasbohrungen mit den klaren Risiken für die Hemhof-Eggstätter-Seenplatte gilt nicht. Wir wollen eine klare Positionierung zugunsten von Natur- und Wasserschutz in Bayern. Wenn für das Erdgasfeld eine Förderkapazität von 300 Mio cbm angenommen wird, entspricht das gerade mal dem bayerischen Erdgasverbrauch von 9 Tagen. Die Förderung von Erdgas muss aber im Rahmen eines stimmigen Gesamtkonzeptes zur Energiewende in Bayern überdacht werden: Das Ersetzen fossiler Energieträger durch regenerative Energieträger muss hierbei eine tragende Rolle spielen.“

Die Grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm fordert: „Wir brauchen hier ganz klar eine starke Bürgerbeteiligung und eine transparente Informationspolitik seitens der Industrie und der Politik.“ Und auch Leonhardt Hinterholzer, Sprecher des Kreisverbandes Rosenheim der Grünen, betont: “Die Stimmen des starken Widerstands zu diesem Projekt und ihre guten Argumente zugunsten der Bewahrung und des Schutzes wertvoller Umweltressourcen – noch dazu inmitten des ältesten bayerischen Naturschutzgebietes - können und dürfen nicht überhört werden.“ Die Erdgasbohrungen, die ursprünglich in diesem Frühjahr beginnen sollten, riefen zahlreiche Gegner auf den Plan. Darunter ist die „Bürgerinitiative gegen Gasbohrungen“, die eine Petition beim Landtag einreichte, der Verein „David Gegen Goliath“, der Bund Naturschutz Rosenheim und viele lokale Zusammenschlüsse.

Bürgerbüro Claudia Stamm - Die Grünen im Bayerischen Landtag

Rubriklistenbild: © Claudia Stamm/cz

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