Wie berichtet, will der Landwirt die Halle auf dem Herrnberg errichten lassen. Die Marktgemeinde ist strikt dagegen wegen der exponierten Lage und schlägt einen Alternativstandort vor. Bei einem Ortstermin mit Bauausschuss, Bürgermeister und dem Bauwerber „prallten“ nun die Ansichten aufeinander, ein Konsens wurde nicht gefunden. Den Antrag lehnte der Bauausschuss in der anschließenden Sitzung ab.
„Wir wissen noch nicht, wie die Untere Naturschutzbehörde den Fall beurteilt“, sagte Bürgermeister Jürgen Seifert vor der Beschlussfassung. Zu berücksichtigen sei aber die Lage des Antragsstellers, der die Maschinenhalle benötige, um seinen Betrieb zu sichern. Dies habe auch das Landwirtschaftsamt Rosenheim in einer Stellungnahme bestätigt.
Nicht unkommentiert lassen wollte Georg Fischer (CSU-Fraktion/parteilos) den Verlauf des Ortstermins: „Es sind Wortgefechte geführt worden, die mit der Sache nichts mehr zu tun haben.“
Mit Fischers Gegenstimme verweigerte der Bauausschuss dem Vorhaben an dem beantragten Standort das gemeindliche Einvernehmen. Er liege im Außenbereich sowie im Geltungsbereich der Chiemsee-Schutzverordnung. Aufgrund der exponierten Lage im Erholungsbereich Herrnberg werde das Landschaftsbild durch die geplante Halle „in nicht mehr zu vertretender Weise verunstaltet“, hieß es in der Begründung.
ul/Chiemgau-Zeitung

























