Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig das Genehmigungsverfahren beendet und den Bebauungsplan als Satzung erlassen.
Das Landratsamt hat dem Vorhaben bereits grünes Licht erteilt. Das örtliche Bauunternehmen Frommwieser will nun voraussichtlich im Herbst mit dem Bauvorhaben beginnen. Mit der Fertigstellung ist im Sommer 2013 zu rechnen.
Als wichtiges Ziel der Planung verfolgte das Gremium immer das Ziel, in Rimsting gute Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen und damit unnötige Fahrten in die Nachbarorte zu vermeiden.
Zugute kam der Gemeinde die neue Ausrichtung der Landesplanungsbehörde bei der Regierung von Oberbayern: Sie gab zu verstehen, dass auch im Dorf Rimsting ein sogenannter Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmeter möglich sei und den landesplanerischen Vorgaben entspreche. Bis dato hatte sie die Ansicht vertreten, dass in so einem kleinen Ort wie Rimsting ein Markt mit nur 800 Quadratmeter gebaut werden dürfe.
Im Rahmen der Planung des Einkaufsmarktes legten alle Beteiligten großen Wert auf den Schutz der Anwohner. Sie situierten den Markt an der Bahnhofstraße nördlich der Tankstelle und des Betriebsgebäudes Huber -und damit so, dass der 95 Stellflächen aufweisende Parkplatz und die Zufahrt für den Lieferverkehr von der Bebauung im Norden möglichst weit weg sind. Die Zufahrt zum Lebensmittelmarkt liegt im Süden direkt am Gewerbegebiet und erfolgt über eine Abbiegespur. Kein Wohngebiet werde durch den Verkehr beeinträchtigt, so der Tenor.
Das Grundstück für den Bau des Marktes liegt bislang außerhalb des Ortes an der Staatsstraße (Bahnhofstraße) in Richtung Breitbrunn. Das staatliche Bauamt Rosenheim sicherte zu, dass die Ortsdurchfahrtsschilder versetzt würden und der Einkaufsmarkt somit dann innerhalb des Ortsbereiches liege. Schon vor einigen Jahren hatten die Bemühungen begonnen, einen Einkaufsmarkt in Rimsting zu schaffen. Die SPD schrieb sich auf ihre Fahnen, dass sie einen Einkaufsmarkt - die Rede war zunächst von einem Biomarkt - im Ort angeregt habe. Eine Verwirklichung scheiterte aber immer am Grundstück.
2006 wäre fast die Ansiedlung eines Marktes - damals allerdings mit "nur" 800 Quadratmeter Verkaufsfläche - an der Ecke Endorfer/Sommerstraße zustande gekommen. Der Bebauungsplan war schon fast im Stadium der Planungsreife. Der Betreiber zog dann aber seinen Antrag wieder zurück, da die in Aussicht gestellte Straßenanbindung nicht seinen Vorstellungen entsprach.
th/Chiemgau Zeitung

























