Am 24. Oktober dieses Jahres ließ Bürgermeister Josef Trost am Neubeurer Marktplatz nach dem Willen des Gemeinderates zwei Kastanien fällen. Ein tiefer Riss tut sich seither zwischen Befürwortern und Gegnern der Aktion auf. Dass Claus Hähle als ein Vertreter der Bürgerinitiative, die mit einem Bürgerentscheid die Nachpflanzung von mindestens zwei zwölf Jahre alten Kastanien erreichen und die Abflachung des Hofwirtsbichls verhindern will, im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Fällung von einem der "unsauberen Schachzüge" des Bürgermeisters spricht, weist Trost mit Entschiedenheit zurück.
Als Untermauerung seiner Kritik stützt sich Hähle auf ein Schreiben der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt, das am 24. Oktober verfasst wurde und am 26. Oktober bei der Gemeinde Neubeuern einging. Darin wird zwar "uneingeschränktes Einverständnis" mit allen Maßnahmen signalisiert, die die Gemeinde für den Umbau des Marktplatzes ins Auge gefasst hat - dies gilt auch für die Fällung der Kastanien - , dennoch zeigt sich Hähle verwundert und spricht von einem "nachträglichen Einverständnis".
So sieht es jetzt am Marktplatz aus
Auch die Tatsache, dass die Bäume auf der Denkmalliste aufgeführt gewesen seien, sei kein "Rechtsinstrumentarium", so Fischer weiter. "Die Liste ist lediglich eine Auflistung denkmalgeschützter Objekte. Von ihr kann man aber nicht ableiten, dass nichts verändert werden darf", stellt Fischer klar.
Norbert Kotter/Oberbayerisches Volksblatt




























































