Vermisster Gleitschirmflieger tot aufgefunden

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Nußdorf am Inn - Der vermisste Gleitschirmflieger ist am Heuberg nur noch tot aufgefunden worden. Der 49-Jährige stürzte wohl und kam dabei ums Leben.

Am späten Vormittag des 3. November wurde im östlichen Bereich des Kitzsteins, die Leiche des 49-jährigen Mannes aus Bruckmühl aufgefunden. Dieser wurde am Donnerstag, den 31. Oktober, in den Abendstunden von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet. Seit diesem Zeitpunkt fand im Bereich des Heubergs eine großangelegte Suche nach dem Mann statt, da von einem Unfallgeschehen ausgegangen werden musste.

Der Bruckmühler war am Nachmittag des 31. Oktober in Richtung des Heubergs zu einem Gleitschirmflug aufgebrochen. Gegen 15.45 Uhr rief er seine Ehefrau noch an und informierte sie, dass er kurz vor dem Gipfel sei. Normalerweise wollte er kurz nach der Landung seine Ehefrau ein weiteres Mal anrufen.

Die Ehefrau des Mannes verständigte aber am Abend des 31 Oktober die Polizei, da ihr Ehemann nicht wie gewohnt anrief und auch nicht zur vereinbarten Zeit zu Hause eintraf.

Sofort liefen Suchmaßnahmen an, da zu vermuten war, dass der 49-Jährige verunglückt sein könnte. Die Tatsache, dass das Auto des Bruckmühlers im weiteren Verlauf im Bereich Labach aufgefunden werden konnte, erhärtete diese Vermutung.

Seit dem Abend des 31. Oktober wurde nach dem Mann täglich mit vereinten Kräften gesucht. Mit in die Suche eingebunden waren regelmäßig starke Kräfte der umliegenden Bergwachten, Beamte der Alpinen Einsatzgruppen der Polizei, Alpin-Diensthunde und Personensuchhunde der Polizei, Alpin-Hunde der Bergwacht und Hubschrauber der Landes-, der Bundes- sowie österreichischen Polizei und der Bundeswehr. Die ständige Betreuung der Ehefrau des Vermissten fand durch das Kriseninterventionsteam statt.

Am Sonntag, den 3. November, wurde dann am späten Vormittag durch einen Polizeihubschrauber, der mit einer hochauflösenden Kamera ausgerüstet war, im nordöstlichen Bereich des Kitzsteins (Berg südöstlich des Heubergs) ein Skistock sowie zwei PET-Flaschen festgestellt. Im weiteren Verlauf konnte dann eine Person gesichtet werden.

Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und Angehörige der Bergwacht wurden sodann zum Auffindeort verbracht. Dort wurde festgestellt, dass es sich um den vermissten Bruckmühler handelt. Es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Der Leichnam des Mannes befand sich in einer steilen, bewaldeten Rinne und war teilweise mit Laub bedeckt.

Die anschließende Leichenbergung durch Angehörige der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und der Bergwacht gestaltete sich aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und des steilen Geländes sehr schwierig.

Es wird von einem Sturzgeschehen ausgegangen. Der Gleitschirm war nicht geöffnet und befand sich im Rucksack des 49-Jährigen. Der Mann ist definitiv nicht geflogen und hat vermutlich auf Grund der Wetterverhältnisse am 31. Oktober den Rückmarsch angetreten, in dessen Verlauf es zu dem tödlichen Unfall gekommen ist.

Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen keine vor.

Die Ermittlungen in dem Fall hat ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei aufgenommen.

Die Suchaktion am Freitag:

Suchaktion am Heuberg nach Gleitschirmflieger

Die Suchaktion am Samstag:

Suchaktion am Heuberg nach Gleitschirmflieger (2)

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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