Es sollen geschulte Pfleger (so genannte Verfahrenspfleger) mit den Altenpflegern in den Heimen Alternativen erarbeiten. Anstelle des Gurtes, der ein Herausfallen verhindern soll, reichten oft ein niedrigeres Bett oder eine Matte davor.
Diese Verfahrenspfleger sollen sich die Fälle gründlicher als die Richter ansehen und gemeinsam mit den Pflegern und Angehörigen zusammenarbeiten. Ihre Aufgabe ist es außerdem, bei einem Fixierungsantrag beim Betreuungsgericht Rosenheim von den Betreuungsrichtern als Sprecher für den Betroffenen zu fungieren. „Sie sollen in unserem Landkreis dafür sorgen, dass die Pflegekräfte keine Angst vor Haftpflichtklagen wegen Fahrlässigkeit haben müssen. Dafür sind sie da, um zu vermitteln“, sagt Helga Pöschl-Lackner, Sprecherin des Amtsgerichts Rosenheim.
Diese Verfahrenspfleger gibt es im Landkreis zwar schon, doch man wisse nicht, ob ihre Anzahl ausreiche, so Pöschl-Lackner gegenüber rosenheim24.
Parallel zu den Entwicklungen des "Werdenfelser Weges" hatte man in den vergangenen Jahren bereits die Situation der Senioren in diesem Punkt verbessert. Ein gutes Beispiel dafür ist das Rote Kreuz Seniorenheim in der Küpferlingerstraße. Die Pflegekräfte dort nutzen bereits Lösungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Niedrigbetten. Von ihnen gingen laut Pöschl-Lackner jedes Jahr nur sehr wenige Fixierungsanträge aus.
Wie sich dieses Werdenfelser-Weg-Projekt hier im Landkreis entwickeln wird, werde sich allerdings erst in den nächsten Jahren zeigen.
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