"Noch immer gibt es viele Tabus in der Schule", so die beiden Lehrer. Über Drogen, Gewalt, sexuellen Missbrauch, Mobbing oder auch Verschuldung werde auch heute noch gar nicht oder nur sehr wenig gesprochen. Umso wichtiger sei es, in geeigneter Weise auf verhaltensauffällige Schüler zuzugehen und erste Hinweise richtig zu deuten.
Oberstudiendirektor Gerhard Heindl, Schulleiter der Staatlichen Berufsschule Rosenheim I und der Staatlichen Berufsschule Wasserburg, nannte in seinem Grußwort zahlreiche Situationen, in denen Lehrerinnen und Lehrer mit den Krisen der jungen Menschen überfordert scheinen. Umso größer sei seine Hochachtung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, die sich in einem so intensiven Kurs dem Thema Krise widmeten.
Inzwischen hat bereits die zweite Gruppe die dreijährige Fortbildung zum Krisenpädagogen erfolgreich abgeschlossen. So haben insgesamt 40 Lehrerinnen und Lehrer sowie vier Jugendseelsorger daran teilgenommen. Ein dritter Kurs startete bereits im vergangenen November. Walter Peukert, Leiter des Fachbereichs Schulpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats München, überreichte im Rahmen der Feierstunde die Zertifikate. "Egal um welche Krise es sich handelt, wir Lehrer dürfen niemals wegschauen", fasste Initiator Martin Berwanger zusammen.
Werner Kassler/Krisenseelsorge im Schulbereich (KiS) am Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim
























