Wenn Bad Aibling pfeift und singt

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Eine große Sängerschar fand sich am Samstagnachmittag Am Bichl ein, um gemeinsam aus den Liederheften unter der Anleitung von Ernst Schusser beliebte und bekannte Weihnachtslieder zu singen.
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Eine große Sängerschar fand sich am Samstagnachmittag Am Bichl ein, um gemeinsam aus den Liederheften unter der Anleitung von Ernst Schusser beliebte und bekannte Weihnachtslieder zu singen.

Bad Aibling - "Alle Jahre wieder" lautet nicht nur der Titel eines der beliebtesten Weihnachtslieder, sondern ist auch die "Wiederholungsformel" für das offene Aiblinger Weihnachtsliedersingen.

Veranstaltet wird die Aktion "Weihnachtslieder selber singen" seit neun Jahren vom Volksmusikarchiv, dem Mangfall-Boten und der Volksbank Raiffeisenbank Mangfalltal Rosenheim.

Rund 150 Sangesfreudige, darunter auch Bürgermeister Felix Schwaller, Altbürgermeister Dr. Werner Keitz, Stadtrat Konrad Gartmeier und DLRG-Chefin Elisabeth Geßner, versammelten sich vor dem Bankgebäude Am Bichl, wo Ernst Schusser (Akkordeon), Leiter des Volksmusikarchivs Oberbayern, und seine Mitarbeiterin Eva Bruckner (Gitarre) mit dem Titellied des Liederheftes "Alle Jahre wieder" die konzertierte Gesangsaktion einleiteten.

Ganz in seinem Element war Ernst Schusser, der die Weihnachtslieder, unterstützt von Eva Bruckner (Gitarre), auf dem Akkordeon begleitete.

"Nach einer OVB-Umfrage entstand 2002 des Liederheft, das inzwischen in der zwölften Auflage mit über 70000 Exemplaren verlegt wurde", gab Ernst Schusser stolz bekannt. Er ermunterte die Teilnehmer zum ganz natürlichen Singen: "Das ist wie essen, trinken und schnaufen", betonte er.

Dem Einstiegslied folgten weitere "Hits" aus dem vom Volksmusikarchiv herausgegebenen Heft, unter anderem "Jetzt kimmt die heilige Weihnachtszeit", "Kommet, ihr Hirten", "Zu Bethlehem geboren", "Geh mein Bruder, geh mit mir" und "Schneeflöckchen, Weißröckchen".

Zwischendurch forderte Ernst Schusser die eifrige Sängerschar zu "liederbegleitenden" Kniebeugen und gewichtsverlagernden Leibesübungen auf. Als besondere Choreografie bei "Kling, Glöckchen, klingelingeling" mussten die Teilnehmer nach den Kommandos "linksherum, rechtsherum" sogar Tanzschritte ausführen, garniert mit der Schusser-Frage "was ist in Aibling links?"

Textfreie Pfeif-Strophen ("Aibling pfeift") zählten ebenfalls zum Programm wie Erklärungen zu altbayerischen Klöpfelbräuchen. Bei "Kommet ihr Hirten" stellte sich der Chorleiter gar eine imaginäre Schafherde vor, die durch Aiblings neue Mitte zieht.

Nach dem abschließenden "Es wird scho glei dumpa" wurde der gesamte Chor von der veranstaltenden Bank zu Glühwein und Lebkuchen eingeladen.

"Der daraus resultierende Spendenerlös, den das Volksmusikarchiv erhält, wird von der Bank verdoppelt", erklärte der stellvertretende Hauptgeschäftsstellenleiter Simon Anzenberger, der sich über die große Teilnehmerzahl sehr erfreut zeigte.

An dem von den Teilnehmern wiederum bestens aufgenommenen offenen Singen hätte sicher auch Gotthilf Fischer, der deutsche "Urvater" kollektiver Sangesfreude, seine helle Freude gehabt.

bjn

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