Senioren- und Behinderten-Taxi im Visier

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Bad Aibling - Bekommt Bad Aibling ein Senioren- und Behinderten-Taxi? Ein solcher Antrag ging nun beim Aiblinger Sozialausschuss ein, der diesen Vorschlag nun prüfen wird.

Einen entsprechenden Antrag stellten der Sozialreferent Dieter Bräunlich und sein Stadtratskollege, ÜWG-Fraktionsvorsitzender Rudi Gebhart, in der jüngsten Sitzung des Aiblinger Sozialausschusses. Die Verwaltung prüft diesen Vorschlag nun.

Das Thema war bereits bei einer Zusammenkunft des Seniorenbeirats im vergangenen November angesprochen worden.

Wie berichtet, hatte Zweite Bürgermeisterin Heidi Benda dabei ein Bürgertaxi vorgeschlagen, für das Senioren 1,50 Euro pro Fahrt zahlen - zum einen, um Vereinsamung zu verhindern, und zum anderen, um die Mobilität der Senioren zu verbessern.

Damals wurde unter anderem vereinbart, dass geprüft werden soll, welche Hilfsmöglichkeiten die Stadt Bad Aibling ihren Bürgern jenseits des Alters von 65 Jahren sowie Menschen ab einem Grad der Behinderung von 50 Prozent bieten kann.

Ein derartiges Angebot sei, wie Bräunlich nun im Sozialausschuss bekräftigte, auch im neuen Teilhabeplan des Landratsamtes Rosenheim vorgeschrieben. Dass der Bedarf dafür durchaus vorhanden sei, zeigten die zahlreichen Anfragen zu diesem Thema, die Aiblinger Senioren und Behinderte an ihn herantragen, teilte der Sozialreferent mit.

Diverse Kriterien vorgeschlagen

Bräunlich hatte dazu auch schon detaillierte Vorstellungen im Gepäck: Bei Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen "aG" für "außergewöhnlich gehbehindert", "H" für hilflos sowie "B" für blind sollte beispielsweise eine Betreuungsperson unentgeltlich in dem Taxi mitfahren können.

Angedacht ist ansonsten eine Eigenbeteiligung in Höhe von zwei Euro pro Fahrt bei maximal acht Fahrten pro Monat.

Von Montag bis Freitag sollte das Senioren- und Behinderten-Taxi dem Vorschlag zufolge in der Zeit von 8 bis 16 Uhr einsatzbereit sein. Die Anmeldung für die einzelnen Fahrten sollte spätestens am Vortag erfolgen.

Gemäß dem Antrag von Bräunlich und Gebhart prüft die städtische Verwaltung nun unter anderem auch, ob eine Kooperationsvereinbarung mit einem Aiblinger Transport- oder Taxiunternehmen getroffen werden kann. In einer weiteren Sitzung, die für Februar anberaumt wird, soll darüber dann berichtet werden.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Sozialausschusses außerdem eine Erhöhung der städtischen Weihnachtsbeihilfe ab diesem Jahr. So wird es für Alleinstehende, die im Stadtgebiet von Bad Aibling wohnen, künftig 45 anstatt bisher 40 Euro gebe. Für Ehepaare wird der bisherige Betrag um zehn auf künftig 90 Euro angehoben. Für Kinder beträgt die Beihilfe ab heuer 40 (2012: 35 Euro).

Auch der Betrag für alleinstehende Heimbewohner wurde um fünf auf nun 40 Euro erhöht. Ehepaare, die im Heim leben, erhalten künftig zehn Euro mehr, nämlich 80 Euro.

el/Mangfallbote

Rubriklistenbild: © dpa

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