Absage des "Wir sagen DANKE"-Festes

Kreisbrandrat: "Wir wollen die Helfer schützen"

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Bad Aibling - Das "Wir sagen Danke"-Fest für die Helfer nach dem schweren Zugunglück ist abgesagt worden. Die Organisatoren und der Kreisbrandrat äußern sich dazu.

Das für den 16. April geplante Dankes-Fest für die vielen Helfer des tragischen Zugunglücks von Bad Aibling ist abgesagt. Das bestätigten sowohl die Organisatoren von "Wir sagen DANKE" als auch der Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank gegenüber mangfall24.de.

"Zum Schutze aller Helfer haben die Feuerwehren, Rettungsdienste und das THW gemeinsam beschlossen, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen", so Schrank. Die Folgen und die Belastung, die bei vielen Helfern durch den Einsatz entstanden sind, seien enorm hoch. Mit den Organisatoren sei die Absage nun schriftlichen und in persönlichen Gesprächen beschlossen worden.

Schlimme Bilder im Kopf

Themenseite zum Zugunglück bei Bad Aibling

"Ich bin froh über das Verständnis der Organisatoren. Die Veranstaltung war gut gemeint und dieses 'Danke' rechnen wir den vielen Bürgern, die sich hier einbringen wollten, sehr hoch an", erklärt Schrank. Jedoch seien bei vielen Feuerwehrlern und Rettungsdienstlern die Eindrücke einfach noch zu frisch. Schrank: "Bei der Veranstaltung würden die Bilder im Kopf wieder ganz nach vorne kommen. Davor will ich meine Aktiven schützen."

Die Absage steht laut dem Kreisbrandrat in keiner Weise in Verbindung zu den Streitigkeiten zwischen der Feuerwehr und dem Stadtrat Bad Aibling. Die Folgen bei vielen Helfern nach dem Zugunglück seien aber erst langsam abzusehen. "Einige Aktive sind immer noch nicht wieder berufsfähig", so Schrank. Am 19. Februar hatte Schrank noch eine Zusage zu der Veranstaltung gegeben.

Organisatoren haben "vollstes Verständnis"

Auch die Veranstalter zeigen vollstes Verständnis. Irene Durukan vom Organisationsteam des "Wir sagen DANKE"-Festes erklärt: "Wir respektieren natürlich die Entscheidung der Helfer und können diese auch absolut nachvollziehen." Klar sei man im ersten Moment enttäuscht über die Absage gewesen, "aber wir sehen nicht in die Köpfe der Menschen hinein", so Durukan.

Die Organisatoren freuen sich vielmehr über die große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, die sie erlebt hätten: Über 250 Bürgerinnen und Bürger sowie über 50 Vereine und Sponsoren hätten bei der Veranstaltung mitgeholfen.

"Es ist eine tolle Sache, dass sich so viele Leute einbringen wollen. Vielleicht stellen wir ja mit diesem Potenzial im nächsten Jahr etwas auf die Beine." Alle bereits eingegangenen Spenden werden wieder zurück erstattet.

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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Andreas Hundseder

Andreas Hundseder

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