Aibliger wollen ihre Wohnung Flüchtlingen bereitstellen

Es ist meist ungewiss, wer einzieht

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Bad Aibling - Zwei Immobilienbesitzer wollen ihre Wohnung Asylbewerbern zur Verfügung stellen. Nun war eine Mitarbeiterin des Landratsamtes vor Ort, um die Wohnung zu begutachten:

Wie die Immobilienbesitzer Harald und Bernd S. (Name wurde von der Redaktion geändert) berichteten, war am Montag eine Mitarbeiterin des Landratsamtes vor Ort und bestätige, dass die 60 Quadratmeter große Zweiraumwohnung für die Unterbringung von sechs bis acht Personen geeignet sei. Allerdings mit einer Auflage: Es müsse eine Wand eingezogen werden, um einen dritten Raum zu schaffen.

Ungewiss, wer einzieht

Die Besitzer würden gerne eine Familie mit kleinen Kindern in ihrer Wohnung beherbergen, damit diese nicht mehr in einer Sammelunterkunft leben müssen. Die Mitarbeiterin des Landratsamtes konnte das jedoch nicht zusichern, berichteten die Vermieter. 

Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim erklärte auf Nachfrage von mangfall24.de die Vorgehensweise bei der Belegung von Wohnungen: "Man versucht die Hallen, in der Asylbewerber untergebracht sind, mehr und mehr zu leeren. Dabei werden Menschen, die am längsten in einer Halle leben, zuerst auf verfügbare Wohnungen verteilt. Flüchtlinge sollen die Perspektive haben, in einer Wohnung untergebracht zu werden. Wer dann genau in die Wohnungen einzieht, ist natürlich abhängig davon, welche Menschen in der Halle leben."

Miete orientiert sich am Mietspiegel

Im konkreten Fall in Bad Aibling würden die Vermieter 150 Euro pro untergebrachter Person pro Monat bekommen. Heizung, Wasser und Nebenkosten kämen noch extra dazu, wie sie auf Anfrage von mangfall24.de berichteten. Außerdem werde die Wohnung vom Landratsamt möbliert und eine Küche eingebaut.

Michael Fischer bestätigte gegenüber mangfall24.de, dass leerstehende Wohnungen vom Landratsamt eingerichtet werden. Die Mietpreise orientieren sich an den örtlichen Mieten. Es bekomme also nicht jeder Vermieter die gleiche Summe.

Die Lage im Landkreis Ende letzten Jahres:

Derzeit sind im Landkreis Rosenheim etwa 2.600 Asylbewerber in rund 150 Unterkünften untergebracht. Im Landratsamt Rosenheim geht man davon aus, dass ihre Zahl zum Jahresende auf 3.300 ansteigen wird. Die Regierung von Oberbayern hat die wöchentliche Zahl von Asylbewerbern, denen der Landkreis ein Dach über den Kopf besorgen muss, auf 129 pro Woche erhöht. Ein Vergleich verdeutlicht die Dramatik hinter dieser Zahl. Vor einem halben Jahr war das wöchentliche Kontingent auf 57 angehoben worden.

Bürgerinnen und Bürger, die über geeignete Unterkünfte verfügen und bereit sind, diese zu vermieten, werden gebeten, sich beim Landratsamt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 392 2222 oder per E-Mail unter asyl-unterkuenfte@lra-rosenheim.de zu melden.

Fragen, Tipps, Anregungen - schreibt uns über What'sApp: Tel. 0162/2852300

jb

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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