Die urspüngliche Planung, dort ein Sondergebiet Einkaufszentrum mit angegliedertem Parkdeck auszuweisen, hatte der Bauausschuss in der Vergangenheit abgelehnt (wir berichteten). Der aktuelle Entwurf sieht zirka 68 Wohneinheiten in verschiedenen Baukörpern mit drei Geschossen plus Dachgeschoss vor. In der darunterliegenden Tiefgarage sollen insgesamt 134 Stellplätze für die Wohnungen sowie zusätzlich 50 Park- und Ride-Plätze errichtet werden.
Abgesehen davon, dass diese 50 öffentlich nutzbaren Plätze mittels städtebaulichem Vertrag gesichert werden müssen, forderte der Bauausschuss auf Anregung von Dieter Bräunlich (ÜWG) und Markus Stigloher (CSU) jedoch noch 20 oberirdische Frauen-Stellplätze, um den weiblichen Nutzern vor allem nachts den Gang in eine Tiefgarage zu ersparen.
Die von Richard Lechner (SPD) vorgeschlagene Version, oberirdisch entlang der Rosenheimer Straße Parkplätze zu errichten und diese mit einem Wall zur Wohnbebauung hin abzugrenzen, ist Bauamtsleiter Andreas Krämer zufolge nicht möglich: "Der Wall verträgt sich nicht mit der angrenzenden Wohnbebauung." Das Gleiche gelte für ein Parkdeck, wie es bei der ursprünglichen Einkaufszentrums-Planung vorgesehen war.
Zwar wurde der Wegfall der bestehenden rund 120 Parkplätze allgemein bedauert, man habe aber eines Tages damit rechnen müssen, erklärte Krämer. Denn im Jahr 2005 war der Parkplatz vom Besitzer gekündigt worden. "Seitdem sind wir dort nur noch geduldet." Dass die neuen Parkplätze, die mit der geplanten Bebauung geschaffen werden, auf Dauer kostenfrei nutzbar seien, bezweifelten allerdings sowohl Lechner und als auch Bürgermeister Felix Schwaller.
Grundsätzlich stellte der Ausschuss dann aber einstimmig eine allgemeine Wohnnutzung auf diesem Gelände in Aussicht. Für eine endgültige Beurteilung forderte er jedoch ein städtebauliches Gesamtkonzept mit Einbindung der verschiedenen Baukörper in das rund 9500 Quadratmeter große Grundstück. Dabei müssen vor allem auch die Gestaltung der Freiflächen und die notwendigen Erschließungswege aufgezeigt werden.
Die Sicherung von mindestens 50 Tiefgaragenplätzen und 20 oberirdischen Frauenparkplätzen für die Stadt Bad Aibling ist in einem entsprechenden Vertragsentwurf zu formulieren und dem Bauausschuss zur Entscheidung vorzulegen.
Eva Langwieder/Mangfall-Bote


























