Doch nach einer langwierigen Fahrersuche meldeten sich bisher lediglich vier Personen im Rathaus. Das ist laut Stellungnahme aus dem Rathaus einfach zu wenig. Damit könne der gewünschte regelmäßige Fahrdienst nach Fahrplan nicht gewährleistet werden, bedauerte Bürgermeister Hans Hofer in der Sitzung. Acht bis zehn Fahrer wären das Minimum gewesen.
Indes wollte er eine Unterschriftensammlung junger Leute "Pro Bürgerbus/Nachtexpress" nicht sang- und klanglos verpuffen lassen. Er schlug deshalb vor, einen gemeindeeigenen Bürgerbusdienst einzurichten. Dazu soll - ähnlich wie in Fischbachau - ein eigener Bus angeschafft werden, der örtlichen Vereinen und Gruppierungen zur Verfügung gestellt werden könnte. Diese können dann mit dem Bus auf Tour gehen. Der Fahrer muss dabei von den Nutzern selbst gestellt werden. Karin Priller (FW) zeigte sich optimistisch, dass im Laufe der Zeit noch weitere Fahrer gewonnen werden könnten. Sebastian Obermeier (CSU) berichtete von guten Erfahrungen in Fischbachau: Dort würde das Fahrzeug unter anderem auch bei der Seniorenbetreuung und vom Bauhof eingesetzt. Karin Freiheit (SPD) schlug vor, bei einer entsprechenden versicherungsmäßigen Absicherung das Fahrzeug gegen eine pauschale Miete an Vereine zu verleihen. Gegen eine von Martin Huber (CSU) ins Auge gefasste Fahrzeug-Finanzierung über Werbung erhob Geschäftsleiter Josef Mayr rechtliche und steuerliche Bedenken. Gerhard Mair (CSU) befürchtete einen hohen Termin-Koordinationsaufwand seitens der Gemeinde beim Bus-Verleih.
Christian Weingast (FW) sprach hierzu ergänzend die notwendige Kontrolle des Fahrzeugs hinsichtlich Sauberkeit und Tankstand an. Vitus Gasteiger (CSU) brachte die Diskussion schließlich auf den Punkt: "Lasst es uns ganz einfach mal probieren." Diesem Vorschlag folgten die Räte geschlossen.
bjn/Mangfall-Bote


























