Damit war auch die Auflage verbunden, einen entsprechenden Bauantrag mit Erläuterungen zur Obergeschossnutzung einzureichen und den Weiterbau des Rinderstalls voranzutreiben. Gegenüber der genehmigten Fassung haben sich nach Aussage von Heimgartner insgesamt 16 Punkte geändert. Trotzdem lautete der Beschlussvorschlag der Bauverwaltung, den Tekturantrag zur Biogasanlage unter der Maßgabe zu erteilen, dass das Bauvorhaben privilegiert ist und dessen Genehmigungsvoraussetzungen einhält.
Dies beinhaltete aber auch, dass der separat beantragte und genehmigte Rinderstall vor Inbetriebnahme der Biogasanlage zu bauen sei. Auch sollen bei dem weiteren Verfahren die Kreisbauabteilung und das Wasserwirtschaftsamt eingebunden werden. Es müsse einen so genannten funktionalen Zusammenhang zwischen dem Rinderstall und der Biogasanlage geben, betonte zudem ihre Bruckmühler Amtskollegin Cornelia Stahl.
CSU/PW-Rat Richard Richter bemängelte den fehlenden Nachweis der Privilegierung und die Tatsache, dass der Rinderstall nicht auf den Plänen der Biogasanlage erscheint. Auch beklagte er die lange Dauer des Verfahrensweges der beteiligten Fachbehörden auf Landkreisebene. Seine Parteikollegin Hermine Obermeier bezeichnete den Bau des Rinderstalls als wichtigste Grundvoraussetzung für die Biogasanlage: "Letztere ist ohne den Rinderstall nicht privilegiert, kann demzufolge dann auch nicht gebaut werden".
Bauamtschef Konrad Kremser wies darauf hin, dass die Biogasanlage und der Rinderstall zwei getrennte Antragsvorgänge seien. CSU/PW-Rat Hubert Maier war hin- und hergerissen: Einerseits sah er zwar keinerlei Probleme bei der Privilegierung, andererseits aber etliche bei den Bauabweichungen. Energisch sprach er sich gegen den geplanten dritten Fermenter aus: "Den will ich nicht, und die betroffenen Bürger wollen ihn auch nicht".
Bürgermeister Franz Heinritzi bezeichnete die Planungen als generationenübergreifendes landwirtschaftliches Denken, was grundsätzlich positiv zu werten sei. Doch wies er darauf hin, dass der Bauausschuss eine rechtssichere Antragslage für den Bauwerber schaffen müsse: "Und dazu gehört eben das saubere Abarbeiten der Anträge."
Auch zeigte er Verständnis für die neue Tekturplanung: "Bei solch großen Bauprojekten liegt es in der Natur der Sache, dass Planungen auch geändert werden". In der Summe wurde der Antrag mit 6:4 Stimmen abgelehnt.
Ohne größeren Beratungsbedarf wurde folgender Bauantrag angenommen: Ausbau des bestehenden Wohnhauses in Thalham, Mittenkirchner Straße sowie die Voranfragen für ein Doppelhaus mit Garagen in der Föhrenstraße und für einen Pferdeoffenstall mit Bergehalle für Heu und Stroh in Weihenlinden.
tn/Mangfall-Bote


























