„In meinem Ensemble der Klasse 7a ist die Muttersprache bei nicht Wenigen türkisch oder albanisch“ - mit diesen Worten eröffnete Klasslehrerin und Regisseurin Irmgard Fritzsche den inzwischen schon traditionellen Theaterabend in der Justus von Liebig-Schule und hieß in der vollen Kelleraula neben den Schülern und deren Angehörigen auch Bürgermeister Franz Heinritzi und Rektorin Veronika Käfer willkommen. Auf dem Programm der Theater AG stand heuer die szenische Darstellung der Mozart-Oper „Die Zauberflöte“, die mit einem Prolog mit verschiedenen, von den Bühnenakteuren vorgetragenen Zitaten über den Komponisten begann. Im Rahmen der Aufführungen wurden dann die wesentlichen Handlungsstränge der Oper mit gesprochenen Szenen dargestellt, für die das Original-Libretto von Emanuel Schikaneder mit kleinen Veränderungen versehen worden war.
Zu den einzelnen Szenen, die fließend ineinander übergingen, wurde die Opernmusik eingespielt, darunter auch „Parade-Arien“ wie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“, „In diesen heiligen Hallen“ oder das „Vogelfänger“-Auftrittslied des Papageno. Die Gestaltung des wechselnden Bühnenbildes war gleichermaßen einfach wie einfallsreich: Es wurde an den rückwärtigen Vorhang projiziert. Am Ende der beeindruckenden Aufführung gab es lang anhaltenden Beifall für das durchwegs überzeugende Ensemble, das aus Julia Krieger, Albrim Kabashaj, Veronika Haas, Benno Huber, Blerdiana Sopiani, Daniela Riedl, Suna Resch, Franz Diewald, Magdalena Maier, Miriam Schöpf, Nadine von der Whed, Pascal Sallaba, Marinus Mühlhammer, Thomas Höß, Sezer Dogan, Fineas Ciriac und - als Gast - Evelyn Wasl bestand. Für die Technik waren Christian Siebler und Rainer Raps verantwortlich und den kaum benötigten „Notdienst für Textunfälle“ versah Souffleuse Züleyha Becker.
Am Schluss der Vorstellung überreichte die Schulleiterin Blumen an die Regisseurin und sprach ihr und dem Ensemble Dank und Anerkennung aus. Auch Bürgermeister Franz Heinritzi zeigte sich begeistert: „Ich bewundere die Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Leistung“. Mit der sprachlich gewiss nicht einfachen „Zauberflöte“-Textumsetzung lieferte die Theater AG der Justus von Liebig-Schule erneut einen überzeugenden Beweis für „gelebte Integration“ - abseits von „verordneten Maßnahmen“ für Schulkinder mit Migrationshintergrund.
Baumann







































