Dem Gemeinderat sollten deshalb bis Jahresende mögliche Standorte vorgelegt werden. Das Gelände hatte die Kommune bereits in der Amtszeit von Alt-Bügermeister Georg Röhrmoser gekauft. "Noch bestehen keine konkreten Pläne darüber, doch schon seit mehreren Jahren ist dieses Gelände als mögliche Erweiterungsfläche für die in absehbarer Zeit vollen Friedhöfe vorgesehen", erläuterte hierzu Bürgermeister Bernhard Schweiger. Weiter schilderte er, dass das Bestattungswesen allgemein und damit auch die Friedhöfe im Speziellen zu den Aufgaben einer Kommune gehörten. Deshalb habe er auch schon ein Gespräch mit Pater Franz Samper und der Kirchenverwaltung geführt. "Auch das Ordinariat ist in dieses Thema eingebunden, eine Entscheidung aber noch nicht gefallen", so Schweiger.
Obwohl Bergmüller noch in der Sitzung seinen eigenen Antrag zurückzog, sprach sich dennoch CSU-Rat Theo Biller für eine Abstimmung aus. Ergebnis: Der Antrag wurde abgelehnt (16 dagegen). Acht Gemeinderäte hatten sich der Entscheidung enthalten. In der Diskussion wies aber Grünen-Rat Christof Langer darauf hin: "Als Theologe bin ich entschieden gegen einen Waldfriedhof, denn für die Trauer um die Verstorbenen muss es auch einen würdigen Platz geben und das ist der Friedhof, den ich jederzeit besuchen kann." Mit Nachdruck sprach er sich gegen die Anomymität eines von Bergmüller angedachten Waldfriedhofs aus. Martin Faltlhauser (Pro Bürger) legte großen Wert darauf, dass die Planungen für den neuen Friedhof zeitnah aufgenommen werden. Gegen einen möglichen Verkauf dieses Grundstücks stimmte neben Dr. Otmar Rieß (ÜWG) auch SPD-Rat Heinz Oesterle: "Ich bin froh, dass diese grüne Lunge erhalten werden soll."
re/Mangfall-Bote


























