Dieser Bereich soll nun auch für Bayern abgeklopft werden. Die Regionalen Planungsverbände fragen dazu die Vorranggebiete in den einzelnen Kommunen ab, um mit diesen Erhebungen die Daten des bereits erstellten Bayerischen Windatlasses zu ergänzen.
Die Festsetzung der im Stadtgebiet von Kolbermoor infrage kommenden Flächen verband Bürgermeister Peter Kloo mit der anstehenden Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, um diese darin auch gleich zu verankern, und stellte dazu den Stadträten in jüngster Sitzung die Eckpunkte vor. "Wobei bei uns nicht viele Flächen tauglich sind", betonte der Rathauschef bereits eingangs.
Mindestabstand zur Wohnbebauung
Komplett entfielen nach Angaben des Bürgermeisters die Bereiche südlich der Autobahn A8 und auch nach Norden hin müsse ein ausreichender Abstand zur Trasse vorgehalten werden (200 Meter). Hinzu komme ein Mindestabstand von 500 Metern zu Wohngebäuden - "wodurch auf unserem Stadtgebiet kaum mehr was übrig bleibt", erklärte Kloo. "Das meiste sind damit Tabuzonen." Einzig ein paar wenige Restflächen zwischen der Aiblinger Au und der Autobahn kämen infrage, inmitten des Staatsforstes gelegen.
Hinzu kämen die vergleichsweise geringen Windgeschwindigkeiten vor Ort, was wiederum ein TÜV-Gutachten ergeben habe, informierte der Bürgermeister weiter. "Eine wirtschaftliche Nutzung für Großwindanlagen entfällt damit bei uns, das dürfte kein Thema werden", zeigte sich Kloo in der Sitzung überzeugt. Und er ergänzte: Die einzigen Flächen, die Kolbermoor bieten könne, wären "Suchraum zweiter Klasse". Das Fazit des Bürgermeisters: "Windkraft wird bei uns wohl nur ein theoretisches Thema sein."
Festsetzung im Flächennutzungsplan
Die vonseiten des städtischen Bauamtes ermittelten Flächen sollen nun im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden, womit Kolbermoor einer Empfehlung des Bayerischen Gemeindetages Folge leistet.
Der Stadtrat befürwortete letztendlich die entsprechende Festsetzung der Restriktionsflächen einstimmig. Gleichzeitig gehen die für Kolbermoor ermittelten Daten zur weiteren Verwertung an die Regierung von Oberbayern.
Rosi Gantner (Mangfall-Bote)


























