Nach Zug-Unglück bei Bad Aibling

Fahrlässige Tötung: Das droht als Strafe

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Bad Aibling - Vor acht Tagen mussten elf Menschen bei dem schrecklichen Zug-Unglück bei Bad Aibling ihr Leben lassen. Nach Bekanntwerden der Ursache haben wir zu einem möglichen Strafmaß nachgefragt.

+++ Die Redaktion wird diesen Artikel immer dann aktualisieren, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben +++

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UPDATE, 17.20 Uhr:

Der Fahrdienstleiter hat das schreckliche Zugunglück von Bad Aibling mit elf Toten verursacht. Doch mit welcher Strafe muss er im Falle einer Verurteilung jetzt rechnen?

Auf Anfrage von mangfall24.de erklärte Dr. jur. Marc Herzog: Möglich sind nach Gesetz grundsätzlich bis zu fünf Jahre sowie eine Geldstrafe. Einen ausführlichen Artikel zum möglichen Strafmaß finden sie hier.

UPDATE, 16.15 Uhr:

Nach Bekanntgabe des menschlichen Versagens in einer Pressemitteilung sowie der Pressekonferenz zum Zug-Unglück, haben wir einen Sonderartikel zu den Aufgaben und der Ausbildung von Fahrdienstleitern sowie zu dem verheerend gesetzten Sondersignal "Zs 1" veröffentlicht.

UPDATE, 15.20 Uhr:

Mittlerweile hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zusammen mit der Staatsanwaltschaft Traunstein eine gemeinsame Pressemeldung zur Pressekonferenz zum Zug-Unglück herausgegeben. Darin bestätigen sie den Verdacht auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung.

Außerdem werden weitere Zeugen, die sich eventuell schnell von der Unfallstelle entfernt haben, gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

UPDATE, 15.05 Uhr:

In der Pressekonferenz am Dienstag gaben die Ermittler umfassende Informationen zur Unfallursache und zum Ermittlungsstand zur Zug-Katastrophe.

Der Grund für das Unglück war menschliches Versagen! Der Fahrdienstleiter habe einen fatalen Fehler gemacht, so die Ermittler. Der Verdacht auf fahrlässige Tötung liegt vor. "Hätte sich der 39-Jährige an die Regeln gehalten, wäre es nicht zu dem Zusammenstoß gekommen", so die Staatsanwaltschaft.

UPDATE, 12.45 Uhr:

Was haben die Ermittler in den vergangenen acht Tagen bezüglich der Unglücksursache herausfinden können? Wer hat Schuld am tragischen Unglück? Das sind zwei der entscheidenden Fragen, die vermutlich am Nachmittag beantwortet werden. Ab 14 Uhr wollen Staatsanwaltschaft und Polizei bei einer Pressekonferenz im Rathaus Bad Aibling Auskunft geben. Mit dabei sind unter anderem Oberstaatsanwalt Giese und Polizeipräsident Kopp. mangfall24.de berichtet im Live Ticker und -Stream.

UPDATE, 9.45 Uhr:

Seit dem Zug-Unglück hat die 50-köpfige Sonderkommission akribisch bezüglich der Unfallursache ermittelt. Am Nachmittag könnte es erstmals konkrete Antworten geben. Denn ab 14 Uhr wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz äußern. mangfall24.de wird davon selbstverständlich per Live Ticker umfangreich berichten.

Nicht nur die Angehörigen der Opfer, die Verletzten und alle anderen Menschen wollen wissen, was zu dem schrecklichen Unglück geführt hat. Auch für eventuell nachfolgende Prozesse, sei es straf- oder zivilrechtlich, sind die Ergebnisse von enormer Bedeutung. Dabei geht es um Schmerzensgelder, Schadensersatz und Unterhaltszahlungen. Zudem ist das Resultat natürlich auch für die Bahngesellschaften wichtig, um den Eisenbahn-Verkehr in Zukunft noch sicherer gestalten zu können.

UPDATE, 8.25 Uhr:

Hat der Stellwerk-Mitarbeiter aus Bad Aibling unmittelbar nach dem tragischen Unglück einen Zusammenbruch erlitten? Das will die Bild-Zeitung aus Behördenkreisen erfahren haben. Wie die Zeitung weiter berichtet, soll der Mitarbeiter seinen fatalen Fehler kurz darauf gegenüber Kollegen zugegeben haben.

Fotos vom Stellwerk Bad Aibling

UPDATE, 7.55 Uhr:

Am Abend findet das Eishockey-Benefizspiel zwischen dem EHC Bad Aibling und den Starbulls Rosenheim statt. Weil die Veranstalter mit hohem Andrang rechnen, wird ein rechtzeitiges Erscheinen empfohlen. "Wir haben nach dem Anruf der Aiblinger alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Spiel auch umsetzen zu können. Wir rechnen dort mit einer vollen Halle", sagte der dritte Starbulls-Vorstand Marcus Thaller nach dem Spiel am Sonntag auf der Pressekonferenz. "Wir hoffen die Opfer und Hinterbliebenen zusammen mit den Aibdogs bestmöglich unterstützen zu können", so Thaller - ein Wunsch, dem man sich nur anschließen kann!

Die Abendkasse und die Eishalle öffnen ihre Pforten - wie bereits am Montagnachmittag gemeldet - um 17.30 Uhr. Das Spiel selbst beginnt dann um 19 Uhr.

UPDATE, 7.30 Uhr:

Während am Faschingsdienstag in und um Bad Aibling ein riesiger Rettungseinsatz mit bis zu 800 Kräften anlief, vergnügten sich wenige Stunden später in Haag tausende Narren beim Faschingsumzug. Dort entschieden sich die Veranstalter, entgegen zu vielen anderen Orten, nicht zu einer Absage der beliebten Veranstaltung. Das hatte vor allem im Internet zahlreiche Reaktionen ausgelöst.

UPDATE, 7.00 Uhr:

Wie am Montag bereits angekündigt, wollen sich am Mittag Staatsanwaltschaft und Polizei im Rahmen einer Pressekonferenz äußern. Es wird erwartet, dass es endlich neue Erkenntnisse in Sachen Unfallursache gibt. Technisches Versagen hatte Bundesverkehrsminister Dobrindt am Montag bereits ausgeschlossen.

Nach einem Bericht des Münchner Merkur verdichten sich damit immer mehr Hinweise darauf, dass die vorhandenen Sicherheitsmechanismen an der Strecke durch einen menschlichen Eingriff vorsätzlich aufgehoben worden sind. Dazu hätte aber kein einmaliges Umlegen eines Sicherungsschalters gereicht, sagten mit den Ermittlungen vertraute Personen dem Münchner Merkur. 

Zudem schreibt die Zeitung, dass der Bedienstete aus dem Stellwerk Bad Aibling seit dem Unglück unter ständiger Bewachung steht, um sowohl Selbst- als auch Fremdgefährdung auszuschließen.

Dritte Blackbox am Unglücksort gefunden

UPDATE, 6.45 Uhr:

Die Bahnstrecke Rosenheim - Holzkirchen ist weiterhin gesperrt. Viele Pendler sind deswegen auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Das hatte am ersten Schultag nach den Ferien am Montag für viel Unmut gesorgt. "Ein Schüler aus Holzkirchen war beispielsweise zweieinhalb Stunden unterwegs, bis er in der Schule ankam", sagte eine Sprecherin der Kalscheuer-Wirtschaftsschule in Rosenheim.

Am Dienstag sollen deswegen vier zusätzliche Busse eingesetzt werden. Laut RVO, der den Busersatzbetrieb für den Meridian betreibt, hätten der dichte Verkehr, ein Unfall bei Lohholz und die Abrissarbeiten an der Mangfallbrücke in Kolbermoor die Verspätungen und Probleme verursacht.

UPDATE, 6.35 Uhr:

"Das schwere Zugunglück hat die ganze Eisenbahner-Familie schwer erschüttert. Wir trauern mit unseren Kolleginnen und Kollegen der BOB/MERIDIAN und stehen in diesen schweren Tagen an ihrer Seite." Das schreibt die Lokführer-Gewerkschaft EVG auf ihrer Homepage und hat für die Angehörigen der Verstorbenen jetzt ein Spendenkonto eingerichtet.

Es gilt dabei folgende Bankverbindung:

Transdev GmbH 

Stichwort: Spenden Zugunglück Meridian 

Hypovereinsbank München 

IBAN: DE10 1002 0890 0601 9596 66 

BIC: HYVEDEMM488

Fotos aus dem Archiv:

Gedenkgottesdienst in Bad Aibling

mw

Quelle: mangfall24.de

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