B15 neu: Das ist die "stille Mehrheit"

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Rosenheim/Landshut - 92 Unternehmer aus dem Landshuter Raum wollen mit der Initiative "Pro B15 neu" den Befürwortern der Bundesstraße ein Gesicht geben.

Sie wollen der "stillen Mehrheit" ein Gesicht geben: 92 Unternehmer aus dem Landshuter Raum sind mit der Initiative "Pro B15 neu" an die Öffentlichkeit gegangen.

"Vordringlicher Bedarf plus" ist das Ziel

Die Initiative, die sich für die lückenlose Fertigstellung der B15 neu von Landshut bis Rosenheim einsetzt, gibt es bereits seit Februar 2012. Doch erst jetzt sucht "Pro B15 neu" die Öffentlichkeit. "Es ist an der Zeit, dass die stille Mehrheit ein Gesicht erhält", erklärt Katharina Pöschl von der Pöschl Tabak GmbH, eines der Unternehmen, die sich für die neue Bundesstraße engagieren.

Ziel der Initiative sei es zunächst, die Menschen über die B15 neu zu informieren. Eine eigene Internetseite entsteht derzeit und soll schon bald online gehen. Mittelfristig soll erreicht werden, dass die Bundesstraße als "vordringlicher Bedarf plus" in den Verkehrswegeplan aufgenommen wird.

Kontakt zu Rosenheimer Unternehmen

 

Die  seit 2006 im Bau befindliche B15 neu soll nach ihrer Fertigstellung von Regensburg über Landshut bis ins Inntal führen. Damit ist die Bundesstraße auch für die Landkreise Mühldorf und Rosenheim relevant. Die Initiative sucht derzeit nach Unterstützern außerhalb des Landshuter Landkreises. "Wir planen, die Initiative bis Rosenheim auszuweiten", so Pöschl. Erste Kontakte gebe es bereits.

B15 neu schon vor 18 Jahren zugesagt

Für Pöschl und ihre Mitstreiter in der Initiative liegen die Vorteile der B15 neu auf der Hand: Entlastung der Ortsdurchfahrten, bessere Anbindung an die Rohstoffversorgung und ganz allgemein eine Stärkung des ländlichen Raums. Darüber hinaus verspricht sich die Initiative von der B15 neu mehr Arbeitsplätze.

Selbst Arbeitsplätze geschaffen hat die Pöschl Tabak GmbH, die sich vor 18 Jahren in Geisenhausen im Landkreis Landshut niedergelassen hat. "Bei der Ansiedlung wurde uns die B15 neu zugesagt", erzählt Pöschl. Dies sei ein entscheidender Standortfaktor gewesen.

Gemeinderat berät am 16. April

Nun hat sich der Geisenhausener Gemeinderat jedoch gegen einen Weiterbau der B15 neu ausgesprochen. Für Pöschl Tabak, dem größten Gewerbesteuerzahler der Marktgemeinde, kam dies völlig unerwartet. Auf Wunsch von "Pro B15 neu" und auf Antrag der CSU wird jetzt aber erneut über die Bundesstraße beraten. Bei der Gemeinderatssitzung am 16. April soll die B15 neu wieder auf der Tagesordnung stehen.

Bei Neufahrn ist derzeit Schluss

Aktuell ist die B15 neu bis Neufahrn unter Verkehr. Während der Abschnitt zwischen Neufahrn und Ergoldsbach bereits gebaut wird, befindet sich die Bundesstraße rund um Geisenhausen noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Für 15 Kilometer zwischen Essenbach und Geisenhausen ist der Vorentwurf genehmigt und für einen zehn Kilometer langen Abschnitt zwischen Geisenhausen und Velden besteht "vordringlicher Bedarf".

Rubriklistenbild: © dpa

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