Vorschuss

Diakonie erhält 200.000 Euro für Flüchtslingseinrichtung

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Landkreis - Für den Betrieb einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Bruckmühler Ortsteil Hinrichssegen erhält die Diakonie vom Landkreis Rosenheim einen Vorschuss in Höhe von 200.000 Euro.

Der Kreisausschuss bewilligte die Mittel, um den Träger beim Aufbau und beim Betriebsstart der Einrichtung zu unterstützen.

In dem Beschluss ist zudem die Rückzahlung geregelt. Ab Januar kommenden Jahres wird die Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern den Vorschuss in monatlichen Raten von je 15.000 Euro zurücküberweisen. Mit der finanziellen Unterstützung hilft der Landkreis Rosenheim dem Träger, die Zeit bis zur ersten Rechnungstellung zu überbrücken.

In der Einrichtung in Hinrichssegen stehen 24 stationäre Plätze und drei Clearingplätze für die jugendlichen Flüchtlinge zur Verfügung. Aktuell haben dort 18 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in zwei Gruppen eine neue Heimat gefunden. Eine dritte Gruppe wird Anfang Juni in Betrieb gehen. Im Vollbetrieb muss der Träger Personal im Umfang von etwa 18 Vollzeitstellen zur Verfügung stellen. Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auf ihre Aufgabe vorbereitet und das Gebäude für die jugendlichen Bewohner eingerichtet werden. Für den Träger entstehen so erhebliche Vorlaufkosten.

Die Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern leistete schon in der Vergangenheit einen großen Beitrag um den Ansturm von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu bewältigen. Konkret wurden in Pullach und in Kolbermoor neue Einrichtungen geschaffen. Darüber hinaus half das Fachpersonal durch eine umfangreiche ambulante Betreuung der Flüchtlinge, die in Pensionen oder Bereitschaftspflegefamilien untergebracht waren oder noch sind. Aufgrund der hohen Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die im Landkreis Rosenheim ankommen, bleibt für die Schaffung neuer Einrichtungen meist nur wenig Zeit. Seit Anfang des Jahres wurden 176 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgegriffen. Das Kreisjugendamt Rosenheim ist derzeit für 250 jugendliche Flüchtlinge verantwortlich.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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