Für die Baustellenzufahrt, aber auch für den geplanten Anbau und den notwendigen Rettungsweg, müssen 25 Bäume fallen, davon 17, die aufgrund ihres Stammumfanges unter die städtische Baumschutzordnung fallen. Eine Platane mit zwölf Zentimeter Stammdurchmesser kann versetzt werden. Als Ersatz sind elf Neupflanzungen vorgesehen, "zum Beispiel Hainbuchen und Zierapfelbäume", so Landschaftsarchitekt Manfred Huprich, der die Pläne erläuterte.
Zufahrt zur Baustelle und für Feuerwehr
Da der ostseitige, 2,20 Meter breite Fußweg entlang des Sportplatzes für die Feuerwehr zum vier Meter breiten Rettungsweg ausgebaut werden muss, sind die meisten Bäume an dieser Seite betroffen, denn ein Streifen der angrenzenden Böschung, auf dem sie wachsen, muss abgetragen werden, um die Wegbreite zu erreichen. Um den Wurzeln der verbleibenden Bäume weiterhin Wasser zuführen zu können, soll die eine Hälfte des Weges mit Rasenverbundsteinen, die andere mit einer Gras-Splitt-Mischung befestigt werden.
Der Stadtrat hatte in seiner Oktobersitzung die Projektgenehmigung für das Bauvorhaben erteilt. Baubeginn soll im März sein, Fertigstellung im Dezember 2014. Im nördlichen Teil des Grundstücks werden rund 420 Quadratmeter überbaut, wodurch die Fläche des Pausenhofes in etwa halbiert wird. Es entstehen im Erdgeschoss zwei Speisesäle mit Kochküche, Nebenräumen und WC-Anlage. Darüber liegen, zurückversetzt in der Flucht des bestehenden Flügels, zwei Stockwerke mit Schul- und Gruppenräumen. Alternativstandorte habe es aufgrund der beengten Platzverhältnisse dort nicht gegeben.
In der anschließenden Sitzung im kleinen Rathaussaal erläuterte Sicherheitsdezernent Herbert Hoch dem Gremium einige Fragen bezüglich des Verlaufs und der notwendigen Kurvenradien des Rettungsweges.
"Das ist jetzt alles zu spät, da hätten wir früher informiert werden müssen", kritisierte Franz Opperer von den Grünen die Beschlussvorlage. Ein Eingreifen sei aufgrund der fertigen Planung jetzt nicht mehr möglich, kritisierte er die "zu hohe bauliche Verdichtung".
Maria Noichl von der SPD betonte, die Schule habe dringenden Raumbedarf. Das Baumfällen geschehe für die Zukunft der Jugend. Bei den Neupflanzungen sollten gegenüber dem Bestand höherwertige Bäume gewählt werden. Endlich komme der Mensaanbau, der einen Ganztagsschulbetrieb ermögliche. Die Mensa soll nicht nur von den Mittelschülern, sondern auch von den benachbarten kaufmännischen Berufsschülern und von denen der Landwirtschaftsschule genutzt werden, so Noichl.
Natürlich sei der Bau richtig, schob Opperer nach. "Die Bäume dort sind von Anfang an falsch gesetzt gewesen", ließ sich am Schluss Hans Raß von den Republikanern vernehmen. Der Ausschuss stimmte den Fällungen einstimmig zu.
hh/Oberbayerisches Volksblatt
























