Energieoffensive der Freien Wähler

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Von links: Hubert Aiwanger, Christine Degenhart, Robert Multrus, Eva Gottstein, Prof. Anton Kathrein, Gottfried Obermair, Otto Elsner.

Rosenheim - Weder von der Bundes- oder der bayerischen Staatsregierung, noch von den großen Energiekonzernen erwarten die Freien Wähler (FW) im Landtag die Energiewende, sondern von den Kommunen.

Die Freien Wähler wollen landesweit in ganz Bayern mit der „Regionalen Energieoffensive“ aufzeigen, wie eine Energiewende durch Energieeinsparung und Energieeffizienz bis hin zur dezentralen Energieversorgung durch Erneuerbare Energien geschaffen werden kann. Hierzu begrüßten die Rosenheimer FW-Bezirksrätin Christine Degenhart und der Vorsitzende der Freien Wähler / UP Rosenheim Robert Multrus Freie Wähler aus Stadt und Landkreis Rosenheim bei einer Informationsveranstaltung im Werk III der Kathrein Werke.

Der Vorsitzende der Landtagsfraktion Hubert Aiwanger und die Abgeordnete sowie Bezirksvorsitzende der Freien Wähler Eva Gottstein stellten in diesem Zusammenhang die energiepolitische Position der Freien Wähler dar, die eindeutig darauf hinzielt, am bestehenden Atomausstiegsbeschluss festzuhalten und keine Laufzeitverlängerung zu unterstützen. Regenerative Energien und Energieeffizienzmaßnahmen müssen, so Aiwanger, offensiv gefördert und die Energieerzeugung muss dezentralisiert werden. „Ländliche Gemeinden“, so der Fraktionsvorsitzende, „könnten mit der Energieproduktion auf ihren Flächen Geld verdienen und müssten nicht mehr "beim Staat um Unterstützung betteln".

Zudem haben die Freien Wähler im Bayerischen Landtag einen Antrag auf Änderung der Bayerischen Verfassung gestellt. In diesem Änderungsantrag soll neben Luft, Wasser und Boden auch Klima als natürliche und schützenswerte Lebensgrundlage mit aufgenommen werden. Des weiteren sieht der Antrag vor, dass der Staat, die Gemeinden und die sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts die Aufgabe haben, die Energieversorgung des Landes unter Berücksichtigung auch regionaler Gesichtspunkte auf Erneuerbare Energien umzustellen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein begrüßte die sehr gut besuchte Veranstaltung und zeigte Innovationen auf, die deutlich den Energieverbrauch der elektrischen Geräte reduzieren. Alleine durch die Einsparungen im Stromverbrauch amortisieren sich die entsprechenden Gerätschaften schon noch kürzester Zeit.

Otto Elsner, Leiter des Technischen Facility Managment in der Kathrein Werke stellte zusätzlich die energetischen Maßnahmen, die vorwiegend auf den Gebäuden des Firmenbesitzers installiert wurden, eindrucksvoll dar.

Gottfried Obermair als Referent für Energie der FW-Landtagsfraktion stimmte die Zuhörer grundsätzlich auf die Notwendigkeit einer Energiewende ein. Die Ressourcen aus fossilen und atomaren Energieträgern werden in den nächsten Jahren immer knapper, was dazu führen wird, dass sich die Preise für Strom, Öl und Gas zwangsweise erhöhen werden. „Wir werden nicht bis zum letzten Tropfen das Erdöl fördern, denn bereits vorher holt uns der Preis für die Gewinnung ein“, so Obermair, „und alleine aus diesem Grund müssen wir verstärkt an einer Dezentralisierung von regenerativen Energien und Energieeffizienzmaßnahmen arbeiten.“ Durch die Dezentralisierung ermöglichen sich auch lokale Wertschöpfungen und Beschäftigungen, die Eigenversorgung verringert die Abhängigkeit von Energieimporten und steigenden Preisen auch lassen sich Einnahmen besser kalkulieren, bzw. Wärme- und Stromlieferungen gut lokal vermarkten.

Pressemitteilung Freie Wähler/UP Rosenheim

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