Auch im Rosenheimer Raum

Vorsicht! Asylgegner beschmieren Scheine mit Parolen

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Rosenheim - Mit Parolen beschmierte Geldscheine könnten in der nächsten Zeit in den Umlauf kommen. Worauf man achten sollte, damit das eigene Geld nicht wertlos wird!

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Ausgerechnet auf den Euro-Scheinen hinterlassen Asylgegner ihre Parolen. Auf jenen Banknoten also, auf deren Rückseiten Brücken abgebildet sind, die für die Verbindung der Völker stehen sollen und die symbolisch für die Überwindung von Grenzen und damit für die europäischen Werte, wie etwa Humanismus und Freiheit, stehen.  

Parolen auf den Geldscheinen

Ein User machte uns über Facebook darauf aufmerksam, dass auch im Rosenheimer Raum ein Trend um sich greift. Auf die Scheine werden Parolen wie "Stoppt den Asylwahn" oder "Asylanten raus!" geschmiert. Durch die Transaktionen sollen diese Parolen dann in den Umlauf kommen.

Auf einem Screenshot eines Facebook-Fotos mit Kommentaren, den uns ein User zugespielt hat, ist zu sehen, dass mehrere Asylgegner, darunter der bekannte rechte Aktivist Peter Meindl aus Rosenheim, zum Nachmachen aufrufen.  Es handelt sich hier um dieselbe Handschrift, weil das Foto von einer Facebook-Userin gepostet wurde, die stolz ihr Werk präsentiert hat.

Geldscheine entwertet? Das sagt die Bundesbank

Was die Asylgegner aber bedenken sollten: Sie gehen das Risiko ein, ihr Geld damit zu entwerten! Zwar ist es nicht strafbar die eigenen Geldscheine zu bekritzeln, eine mutwillig beschädigte Banknote wird jedoch von der Bundesbank nicht ersetzt - dazu zählen auch schon Schmierereien auf dem Schein! 

Bundesweites Phänomen?
Die Pressestelle der Bundesbank in Frankfurt teilte mir, dass schon mehrere Presseanfragen zu diesem Thema aus dem ganzen Bundesgebiet eingingen.

Malte Vieth von der Pressestelle der Deutschen Bundesbank teilte auf Anfrage von rosenheim24.de mit, dass geringfügige Beschriften nach Artikel 3, Absatz 3a, Satz 3 des EZB-Beschlusses 10/2013 nicht zu den Kriterien für eine vorsätzliche Beschädigung eines Geldscheines zählen. Jedoch hänge es "vom konkreten Ausmaß der Beschriftung ab, ob die Banknoten durch das Beschriften mit politischen Parolen oder anderen Texten wertlos werden."

Allen Usern können wir nur raten: Ein bekritzelter Geldschein sollte nicht angenommen werden. Sonst hat man im Zweifelsfall nur wertloses Papier in der Brieftasche!

Ähnlicher Vorfall in München

Die tz berichtet bereits in der letzten Woche von einem ähnlichen Vorfall in München. Auf einem 5-Euro-Schein war der Spruch: "Refugees: YOU ARE NOT WELCOME" draufgestempelt worden. Zwischen den Wörter war eine Hand zu sehen, auf der "Stop" stand.

mg

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