Seminare und Vorführungen

Kino macht Schule: Termine in der Region

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis - 100 Kinos in 93 bayerischen Städten öffnen jetzt ihre Pforten und präsentieren über 100 auf Unterricht und Lehrplan abgestimmte Filme - die Region ist mit dabei!

Zum neunten Mal findet von 14. bis 18. März die SchulKinoWoche Bayern statt. 100 Kinos in 93 bayerischen Städten öffnen in diesem Zeitraum ihre Kinosäle und präsentieren über 100 künstlerisch bedeutsame und auf Unterricht und Lehrplan abgestimmte Filme – von aktuellen Spielfilmen über Klassiker bis hin zu spannenden Dokumentar- und sehenswerten Animationsfilmen.

Unterrichtsmaterialien, medienpädagogisch begleitete Kino-Seminare sowie Lehrerfortbildungen runden das Angebot der einzigartigen Veranstaltungsreihe ab. Mit Filmexperten und Filmemachern die Welt des Films entdecken Herausragendes Ziel der SchulKinoWochen ist die Förderung der Film- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern. Unter dem Motto „Mehr sehen – Mehr verstehen“ leisten die mehr als 70 angebotenen KinoSeminare einen wichtigen Beitrag dazu. 

Erfahrene Film- und Medienpädagogen begleiten nicht nur die jeweiligen Filmvorführungen, sondern führen auch in Thematik und Sprache des Films ein. Darüber hinaus nehmen an ausgewählten Vorstellungen zahlreiche Filmschaffende teil und ermöglichen einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Filmemachens. Die Beliebtheit der pädagogisch aufbereiteten Seminare wird auch an den Anmeldezahlen deutlich. 

Bereits jetzt haben sich rund 3000 Schüler und Lehrkräfte zu den KinoSeminaren in ganz Bayern angemeldet. Die neunte SchulKinoWoche bietet ein wahres Feuerwerk aus hochklassig besetzten Seminaren zu außergewöhnlichen Filmen.

Bestsellerautoren sind dabei

So konnte Bestseller-Autor Timur Vermes gewonnen werden, der zur Diskussion um die Verfilmung seiner gleichnamigen Satire "Er ist wieder" da in Gröbenzell, München und Rosenheim erwartet wird. In München stellt sich der Schriftsteller gemeinsam mit Erfolgsregisseur David Wnendt (Kriegerin, Feuchtgebiete) den Fragen des jungen Publikums zur Verfilmung der Hitlersatire, in der sich fiktionale und dokumentarische Formen vermischen. Weitere Seminare zu werden unter Leitung von qualifizierten Filmpädagogen in Landsberg, Landshut, Neu-Ulm, Regensburg und Traunstein stattfinden.

Auch David Wnendts preisgekröntes Regiedebüt "Kriegerin" wird im Rahmen der SchulKinoWoche Bayern gezeigt. Die Geschichte der hasserfüllten „Nazibraut“ Marisa aus einer ostdeutschen Kleinstadt und ihre Verbindung zur rechtsextremen Jugendszene sind Bestandteil zweier Seminare, die gemeinsam von VISION KINO und der Bundeszentrale für politische Bildung in Memmingen und München veranstaltet werden. 

In Fürth und Würzburg werden ebenfalls KinoSeminare zum fundiert recherchierten Drama angeboten. Das Thema Widerstand im Nationalsozialismus besetzt der Ausnahme-Film "Elser" – Er hätte die Welt verändert". Das historische Drama erzählt die Geschichte des Hitler-Attentäters Georg Elser auf zwei Zeitebenen und lässt seinen Gewissenskonflikt spürbar werden. Die Darstellung beruht auf intensiven Recherchen der Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer, die neben Art Director Thomas Neudorfer in Dachau und München über die Entstehung des atmosphärischen Films, der bewusst auf Schwarz-Weiß-Malerei verzichtet, referieren werden.

Herausfordernde Lebenswelten der Gegenwart zeigt die SchulKinoWoche mit den beiden Dokumentarfilmen "Vierzehn – Erwachsen in neun Monaten" und "Achtzehn – Wagnis Leben". Die Filmemacherin Cornelia Grünberg begleitet in der Langzeit-Dokumentarfilmreihe vier junge Teenagermütter auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. In dazu gehörigen Seminaren in Bamberg, Moosburg und Rosenheim beleuchtet die Regisseurin ihre dokumentarische und bewegende Arbeit mit den jungen Frauen.

Beliebte SchulKinoWochen-Klassiker, wie etwa "Das kleine Gespenst" und "Tom und Hacke", dürfen auch 2016 nicht im KinoSeminar-Programm fehlen. In München wird VFX-Producerin und Charakter-Designerin Sinje Gebauer veranschaulichen, wie "Das kleine Gespenst" vom Zeichenblatt auf die Leinwand kommt. Einblicke ins Kulissenreich der bayerischen Tom Sawyer-Adaption "Tom und Hacke" erteilt Filmarchitektin und Szenenbildnerin Didi Richter in Dachau.

Als neuer Publikumsliebling der SchulKinoWoche kristallisiert sich die "Rico"-Fortsetzung "Rico, Oskar und das Herzgebreche" heraus. Die hierzu angebotenen KinoSeminare laden das junge Publikum dazu ein, die beiden Rico-Produzenten Robert Marciniak und Philipp Budweg kennenzulernen. In Ingolstadt (Robert Marciniak) und Augsburg (Philipp Budweg) wird die filmische Tradition der Filmreihe sowie die Romanadaption der Kinderkrimi-Trilogie von Andreas Steinhöfel näher unter die Lupe genommen.

In Grafing hingegen werden Schüler-Mentoren des Gymnasiums Trudering jüngere Schülerinnen und Schüler zur Filmbetrachtung von "Rico 2" anleiten. Weitere Filmgespräche zum gewitzten Kinderfilm Rico, Oskar und das Herzgebreche finden unter medienpädagogischer Leitung in Bad Reichenhall, Burghausen, Donauwörth, Nürnberg, Moosburg und Traunstein statt. Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Thomas Heinemann wird in einem Seminar in Königsbrunn zum Film Lola auf der Erbse über die Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs von Annette Mierswa referieren und aufzeigen, warum er in einigen Punkten vom Romanstoff abgewichen ist und sogar neue Figuren eingeführt hat.

KinoSeminare zu Sonderreihen

Im Fokus der öffentlichen Diskussion stehen derzeit die Flüchtlingsströme in Europa und die Frage, wie Europa damit umgeht sowie Integration gewährleistet werden kann. Diesen Fragestellungen widmet sich auch das gemeinsam von der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO ausgewählte Sonderprogramm Flucht, Vertreibung, Asyl. Mit den beiden Filmen "Mediterranea – Refugees Welcome?" und "Deine Schönheit ist nichts wert" werden unterschiedliche Flüchtlingssituationen thematisiert, dabei wird der Blick auch auf die aufnehmenden Gesellschaften gerichtet.

Dazugehörige KinoSeminare mit dem Referenten Bernd Wolpert vom Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit werden in Starnberg gehalten. Darüber hinaus ist Hüseyin Tabak, der Regisseur und Drehbuchautor des Films Deine Schönheit ist nichts wert, zu Seminaren in Abensberg und München zu Gast.

Ein weiteres Filmgespräch der Bundeszentrale für politische Bildung und VISION KINO findet in Memmingen zum saudi-arabischen Jugenddrama "Das Mädchen Wadjda" statt. Der Ausnahmefilm, der die Jugendlichen in fremde Lebenswelten einführt, ist auch Inhalt eines Seminars in Neu-Ulm.

Erstmalig bietet die SchulKinoWoche Bayern einen ausgewählten Film für Übergangsklassen und damit für junge Flüchtlinge an. Der Animationsfilm "Shaun das Schaf – Der Film" kommt ohne Dialoge aus und eignet sich so hervorragend für ein gemeinsames Kinoerlebnis. Schülerinnen und Schüler aus Übergangsklassen erhalten in 33 Städten – dank der Unterstützung des Verleihs STUDIO CANAL – freien Eintritt. 

Begleitende KinoSeminare finden für Grundschüler in Bayreuth, Füssen, Kempten, Nördlingen und Würzburg statt. Einen Schwerpunkt zum bereits im letzten Jahr begonnenen Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt legt der Film 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?. Die daran anschließenden Gesprächsrunden haben renommierte Experten zu Gast. In Fürth begleitet Prof. Dr. Fred Krüger vom Institut für Geographie an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen-Nürnberg das Seminar.

In Bayreuth stellt sich M. Sc. Barbara Degenhart, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für geographische Entwicklungsforschung an der Universität Bayreuth, den Fragen der Schulklassen. Mehr Informationen zum Wissenschaftsjahr finden sich unter www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de und www.visionkino.de.

Weitere KinoSeminare mit Beteiligung qualifizierter Sachverständiger Wissensvermittlung und Unterhaltung altersgerecht aufbereitet bietet der animierte Naturfilm "Das Geheimnis der Bäume – Die Abenteuer von Dolores und Mike" für Grundschüler. Angekündigt hat sich zum anschließenden Seminar in Königsbrunn Autor, Regisseur und Produzent des Films, Dr. Peter Popp.

In Burghausen wird Katinka Neher vom Bund Naturschutz als naturpädagogische Referentin zur Verfügung stehen. Und in Selb werden die Themen des lehrreichen Kurzfilms von Umweltpädagogen der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg kindgerecht vertieft. Der gemeinnützige Trägerverein unterstützt zudem eine ökologische Filmreihe in Selb und führt KinoSeminare sowie Exkursionen zu den Filmen "Unsere Ozeane, Die Reise zum sichersten Ort der Erde" und "Magie der Moore" durch.

Ebenfalls mit umweltpädagogischem Fokus finden zwei Seminare in Immenstadt und Kempten zum Dokumentarfilm "Magie der Moore" statt. Zu Gast ist Julia Wehnert, Geschäftsführerin der Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu des Bund Naturschutz in Bayern.

Der informative und unterhaltsame Dokumentarfilm des australischen Filmemachers Damon Gameau "Voll verzuckert – That Sugar Film" ist Grundlage für die Seminare, die in Zeil am Main, Schweinfurt und Aschaffenburg angeboten werden. Zu allen Veranstaltungen haben sich Ernährungsexperten angekündigt, die mit den Kindern und Jugendlichen das stets aktuelle Thema gesunde und ausgewogene Ernährung weiter vertiefen werden. In Zeil am Main und Schweinfurt wird dazu die Ernährungsberaterin Dr. Ulrike Eigner erwartet.

Das von der Initiative „Schule im Kino“ in Aschaffenburg durchgeführte Seminar wird von Diplom-Oecotrophologin Susanne Schwaderer begleitet. Ebenfalls in Kooperation mit „Schule im Kino“ finden Workshops zum Flüchtlingsdrama Die Farbe des Ozeans in Aschaffenburg statt. Als Referent konnte Bambi-Preisträger und Gründer der SchlaU-Schule in München, Michael Stenger, gewonnen werden. Die SchlaU-Schule ist eine private Einrichtung, die schulanalogen Unterricht für junge Flüchtlinge bis hin zum Schulabschluss bietet.

Eine Übersicht aller regional angebotenen KinoSeminare ist auf http://www.schulkinowoche.bayern.de/begleitangebote/kinoseminare zu finden.

Anmeldeschluss am 26. Februar

Anmeldeschluss für alle KinoSeminare ist der 26. Februar 2016.

Exklusive Preview zur Auftaktveranstaltung in Erding Mit der exklusiven Preview von ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS wird die 9. SchulKinoWoche Bayern am Montag, den 14. März 2016, in Erding eröffnet. Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich wird im Cineplex Lichtspielberg den offiziellen Startschuss für die bayernweite Projektwoche zur Förderung der Film- und Medienkompetenz geben. Ein umfangreiches Rahmenprogramm unter Mitwirkung der Filmemacher wird die Auftaktveranstaltung zu einem filmkulturellen Erlebnis für alle Teilnehmer machen.

Erwartet werden Regisseur und Produzent Norbert Lechner, die Drehbuchautorinnen Katrin Milhahn und Antonia Rothe-Liermann sowie Geräuschemacher Joo Fürst. Die Filmschaffenden werden nicht nur ihren Film vorstellen, sondern in spannenden Workshops einzigartige Einblicke hinter die Kulissen des Filmemachens gewähren. Die Auswahl des diesjährigen Eröffnungsfilms, der von der außergewöhnlichen Freundschaft dreier Mädchen erzählt, die kulturelle Unterschiede spielend überwinden, beweist einmal mehr die hohe Qualität der bei der SchulKinoWoche Bayern präsentierten Filme.

Die mit Humor, Herz und Abenteuerlust erzählte Kinder-Komödie ENTE GUT! MÄDCHEN ALLEIN ZU HAUS feiert aktuell Weltpremiere im Berlinale-Wettbewerb „Generation Kplus“ und konnte sich bereits als Gewinnerin der ersten Ausschreibungsrunde der Initiative Der besondere Kinderfilm durchsetzen. Die Initiative fördert künstlerisch wertvolle Kinderfilme mit Tiefgang für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis zwölf Jahren. Mit Themen wie fremde Kulturen, Traditionen und Anderssein ist der Eröffnungsfilm der SchulKinoWoche Bayern 2016 in seiner Aktualität ein überzeugendes Plädoyer für Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

Über die SchulKinoWochen

Die SchulKinoWochen sind ein bundesweites Filmbildungsangebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e. V., dem HDF Kino e. V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e. V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit.

Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen. Die SchulKinoWoche Bayern ist ein Projekt von VISION KINO, koordiniert und durchgeführt vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Das Kultusministerium unterstützt die SchulKinoWoche als Bildungsmaßnahme zur Förderung von Film- und Medienkompetenz. Es begrüßt die Teilnahme der bayerischen Schulen und erkennt den Besuch der Filmvorstellungen als Unterrichtszeit an.

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Rubriklistenbild: © DPA

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser