Rund 150 unerlaubt Eingereiste in einem Zug

Noch nie größerer "Aufgriff" in Deutschland

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Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Dienstag in Rosenheim in nur einem Fernreisezug aus Italien rund 150 unerlaubt Eingereiste festgestellt.

Das ist der größte „Aufgriff“ den die Bundespolizei jemals in Deutschland getätigt hat.

Am Rosenheimer Bahnhof mussten 147 Personen einen EuroCity aus Verona verlassen. Sie verfügten nicht über die erforderlichen Papiere, die für die Einreise oder den Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Allein 119 von ihnen stammen aus Eritrea. Bei den anderen handelt es sich um Äthiopier, Nigerianer, Sudanesen, Kameruner, Gambier, Bangladescher, Pakistaner und Syrer.

Mit Polizeibussen wurden alle zur Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei gebracht. Dort konnten sie in einer Sporthalle behelfsmäßig untergebracht, registriert und versorgt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die unerlaubt Eingereisten zwischen Dienstag und Mittwoch an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet.

Dieser Großaufgriff belegt laut Rosenheimer Bundespolizei beispielhaft, dass illegale Grenzübertritte derzeit massiv über die deutsch-österreichische Grenze erfolgen. Allein im Juli verzeichnete die Bundespolizeiinspektion Rosenheim rund 6.400 solcher Fälle. Das sind in nur einem Monat mehr unerlaubte Einreisen als in den Jahren 2012 und 2013 zusammen. Mit etwa 11.000 im ersten Halbjahr 2015 hat sich die Zahl der unerlaubt eingereisten Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitrum mehr als verdreifacht.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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