Neues vom Südtiroler Platz in Rosenheim

Grünes Licht für den neuen Omnibusbahnhof

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Rosenheim - Langsam aber sicher nimmt der geplante Omnibusbahnhof am Südtiroler Platz konkrete Formen an. Der Hauptausschuss im Rathaus erteilte jetzt seine Zustimmung zur Baumaßnahme:

Auf über 7.500 Quadratmetern Fläche soll er bald am Rosenheimer Bahnhof entstehen, der neue Omnibusbahnhof der Stadt. Zusammen mit dem überarbeiteten Südtiroler Platz soll sich das Gelände im Herzen von Rosenheim dann zur "Mobilitätsdrehscheibe" für den gesamten Landkreis entwickeln. Jetzt beschäftigte sich der Hauptausschuss im Rathaus mit weiteren Details der Planung und den Kosten. Welche Formen das Gelände bald annehmen könnte:

So sieht die "Mobilitätsdrehscheibe im Detail aus

Von oben betrachtet fallen in den Planungen des neuen Omnibusbahnhof auf den ersten Blick die gläsernen Überdachungen auf, die den wartenden Fahrgästen Schutz vor der Witterung bieten sollen. Jeweils auf einer Länge von 84 Metern, einmal 9,2 Meter und einmal 5,9 Meter breit, stellen sie das Zentrum des Knotenpunkts im Busverkehr dar.

Mit einer Vielzahl kleinerer Photovoltaik-Elemente in der Konstruktion integriert, soll sich der Bahnhof dabei selbst mit Strom versorgen. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass pro Jahr rund 100 Kilowattstunden erzeugt werden könnten, genug um die Beleuchtung des Areals und die Fahrgast-Informationssysteme zu versorgen. Eine genaue Wirtschaftlichkeitsprüfung soll bis zur endgültigen Entscheidung im Stadtrat noch nachgereicht werden. Insgesamt 14 Haltebuchten stehen dann für die regionalen Buslinien und den Schienenersatzverkehr zur Verfügung.

Zusätzlich zu den Haltestellen soll parallel eine Parkfläche für 22 Autos, 21 Motorräder und 312 Fahrräder umgesetzt werden. Auch ein Teil der künftigen Taxizufahrt zum Südtiroler Platz und Aufstellflächen sollen dort auf insgesamt 2.500 Quadratmeter angesiedelt sein. Die Verwaltung rechnet dabei mit einem Baubeginn zwischen dem dritten und vierten Quartal diesen Jahres und einer Fertigstellung der Maßnahme Mitte 2017.

Das kostet der neue Omnibusbahnhof

Nach den Änderungen in der Planung der Überdachung der Haltestellen, geht die Verwaltung derzeit davon aus, dass sich die Kosten dafür von ursprünglich 1,8 auf jetzt 2,43 Mio. Euro erhöhen dürften, die neue Photovoltaikanlage inbegriffen. Die Verkehrsanlage selbst, also die Haltekanten und die asphaltierten Flächen auf der Zufahrt schlagen dann mit 1,42. Mio. Euro zu Buche, das Fahrgastinformationssystem im ersten Bauabschnitt nochmal mit 430.000 Euro.

Für den Bau der Parkierungsflächen südlich des Regionalen Omnibusbahnhofs rechnen die Planer dann noch mit Kosten in Höhe von 1,45 Mio. Euro.

Endgültige Entscheidung am 3. Februar im Rosenheimer Stadtrat

Für Diskussionen im Gremium sorgte die vermeintlich komplizierte Verkehrsführung der Busse, die den Bahnhof anfahren wollen. So soll die Zufahrt lediglich über die westliche Einfahrt erfolgen. Eine Ausfahrt wird im östlichen Bereich realisiert. Diese Regelung führe schließlich dazu, dass die Busse "umständlich auf dem Platz Kreise ziehen" müssten, gab CSU-Sprecher Herbert Borrmann zu bedenken.

Eine Tatsache, die aufgrund der beengten Platzverhältnisse aber auch nicht anders zu lösen sei, erwiderte die Verwaltung. Nachdem sich die Einstiege der Busse stets auf der Beifahrerseite befänden und die südlichen Haltebuchten um 180 Grad versetzt zu den anderen angeordnet sein werden, könne der Planer keine Alternativ-Lösung anbieten.

Am Ende leitete das Gremium die Projektgenehmigung mit nur einer Gegenstimme an den Stadtrat weiter.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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