Zwischen Bahnlinie und Münchener Straße in Rosenheim

Wohnraum statt Schrottplatz am Brückenberg

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So ähnlich könnte die Wohnanlage am Brückenberg aussehen. Das Halbrund soll den Innenraum vor Verkehrslärm abschotten (Symbolbild)

Rosenheim - Wohnungen sind in der Stadt Mangelware. Das Vorhaben eines Investors dürfte diese Situation zumindest etwas entspannen. Was am Brückenberg entstehen soll:

Noch steckt die Planung in den Kinderschuhen. Doch was da am Rosenheimer Brückenberg entstehen könnte, dürfte das Stadtbild nachhaltig prägen. Auf dem Gelände der insolventen Inntal Metallverwertung GmbH zwischen Bahnlinie und dem Ende der Münchener Straße soll eine Wohnanlage entstehen, die besonders für Pendler aufgrund ihrer Nähe zum Bahnhof reizvoll sein könnte.

Insolventer Metall-Verarbeiter soll weichen

In einer ersten Voranfrage wandte sich der Investor am Donnerstag an die Verwaltung und somit den Baugenehmigungsausschuss der Stadt Rosenheim. Der Leiter des Stadtplanungsamts, Robin Nolasco, informierte daraufhin das Gremium: "Hier soll eine Mischnutzung mit hohem Wohnanteil entstehen. Durch eine introvertierte Gestaltung soll eine gewisse Abschirmung nach Außen erreicht werden. So sollen die Emissionsprobleme abgemildert werden." Dennoch seien noch zusätzliche Gutachten nötig, bevor dann eine baurechtliche Änderung durchgeführt werden könne. Das Entwicklungsrisiko trage dabei stets der Investor, eine Begleitung durch die Stadtverwaltung sei jedoch jederzeit möglich.

"Es ist sehr positiv, wenn sich dort was tut. Obwohl das, was da im Boden liegt nicht schön ist", erkannte der Fraktionssprecher der CSU, Herbert Borrmann, in Hinblick auf die Überbleibsel des ehemaligen, insolventen Nutzers der Fläche. Ein Risiko, dass dem neuen Investor bestens bekannt sei, so Dezernatsleiter Helmut Cybulska, und weiter: "Erste Sanierungen sind bereits erfolgt. Trotzdem gibt es noch kontaminierte Bereiche (...) Für den Aushub und die Entsorgung ist der Investor selbst verantwortlich."

"Wir nehmen an, dass damit auch eine gewisse Anschub-Wirkung für ähnliche Flächen erzielt werden kann", ergänzte Robin Nolasco. Er gehe weiter davon aus, dass an dieser Stelle künftig eine sehr hochwertige Nutzung der Fläche entstehen könnte, ein Umstand der der Rentabilität geschuldet sei.

Die Vorstellungen des Investors

Die Lage des Grundstücks stelle eine "herausragende Bedeutung für die Stadt Rosenheim als Einfahrtstor zur Innenstadt" dar, so der Investor in seinem Schreiben an die Verwaltung. Weiter wolle man "einen hochwertigen städtebaulichen und architektonischen Akzent" setzen, der auch in Sachen Lärmschutz einer Neuorientierung unterliegen soll.

Mit seiner halbrunden Form soll das Hauptgebäude genug Lärmschutz bieten, um im Innenhof "ausreichend Licht und Luft" schnappen zu können. Der Übergang zum bestehenden Gewerbegebiet soll durch die Ansiedlung von "nicht-störendem Gewerbe und Kleinwohnungen" gewährleistet werden. "Eine optimale Anbindung an das bestehende Fuß- und Radwegenetz der Stadt Rosenheim" soll zusätzlich realisiert werden, so das Schreiben des Investors.

Neben mehreren Objekten im Bad Aiblinger Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden, verwirklicht der Investor derzeit eine Eigentumsanlage mit knapp 100 Einheiten "Am Krautgarten" in München-Pasing.

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