500 Frauen unterwegs für Frauen

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Sie hatten die Schirmherrschaft übernommen: Katja Munck, Diana Popp mit Tochter und Wanda Guyton (von links).
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Sie hatten die Schirmherrschaft übernommen: Katja Munck, Diana Popp mit Tochter und Wanda Guyton (von links).

Amerang - Rund 500 Teilnehmerinnen waren dabei beim Laufen im Ameranger Moos gegen Brustkrebs. Den Startschuss gab Basketballerin Diana Popp.

Sehr zufrieden zeigte sich der Erste Vorsitzende des Vereins Frauenlauf, Walter Rieger, vor dem Startschuss zum vierten Ameranger Frauenlauf gegen Brustkrebs. Nachdem er zusammen mit Diana Popp, der Bundesliga-Basketballerin vom TSV Wasserburg, die Läuferinnen und Walkerinnen auf die Strecke geschickt hatte, machte er sich per Fahrrad auf zur Streckenkontrolle.

Da rührte sich was in der Idylle des Ameranger Mooses.

Alles war bestens vorbereitet auf dem Gelände der Ameranger Turnhalle. Infostände sorgten für alles Wissenswerte rund um die Thematik des Brustkrebs und vor allem der möglichen Vorsorge. Selbsthilfegruppen und Therapiezentren stellten sich ebenso vor, wie spezielle Kosmetikhersteller und Fachpraxen. Sabine Schulz-Senften aus Truchtlaching von der Selbsthilfe-Brustkrebs-Chiemgau zeigte sich sehr froh über diese Veranstaltung eines Frauenlaufs. "Es ist bewegend, wenn wir es erleben dürfen, wenn betroffenen Frauen die Hilfsmaßnahmen zukommen". Auch Elisabeth Handke und Biggy Welter von "Mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs" finden es Klasse, dass bei dieser Veranstaltung diese Problematik publik gemacht wird." Ebenfalls überzeugt zeigten sich Wanda Guyton und Katja Munck von den Basketballerinnen. "Meine Mutter war selbst betroffen, hat die Krankheit aber besiegt. Sie ist wieder gesund", erzählt Wanda Guyton. Katja Munck findet es "super". "So was muss ich einfach unterstützen. Alle Frauen sollen davon erfahren. Und bei diesem Wetter heute - einfach ein Traum für diesen guten Zweck im Ameranger Moos mitzulaufen."

Die Zeit vor dem Start wurde durch die Ameranger Tanzgruppe "Dance Attack" mit schwungvollen Hip-Hop- Tänzen verkürzt. Mathias Schmid vom Ameranger Gemeinderat, der sich als Entertainer auf dem Podium betätigte, bezeichnete es als einen guten Tag heute "laufend zu helfen", was auch das Motto des Frauenlaufs an sich ist. Er freute sich auch darüber, dass sich der Frauenlauf in Amerang etabliert hat, "So- was gibt es sonst nur in großen Städten, wie München, Berlin und Frankfurt." Dann ging's aber schon los mit dem Warm-Up. Instruktorin Evi Zschiesche heizte den Damen mächtig ein.

Nach dem Startschuss sorgte der idyllische Streckenverlauf durch das Ameranger Moos besonders bei den Damen, die zum ersten Mal teilnahmen, für das eine oder andere Aha-Erlebnis. Da an diesem Tag der sportliche Ehrgeiz etwas im Hintergrund stand, herrschte auch auf der Strecke eine fröhliche Atmosphäre. Ob Läuferin, Walkerin oder Geherin - alle waren bestens drauf. "Wenn sich viele bewegen - kommt etwas in Bewegung."

Beim Warm-Up mit Evi Zschiesche wurde den rund 500 Teilnehmerinnen richtig eingeheizt.

Dies sah auch Amerangs Bürgermeister Gust Voit so. "Der Lauf ist schon ganz was Besonderes. Ich bekomme das Thema Brustkrebs in meinem Umfeld, in der Familie und bei Bekannten selber mit: Oft wird des Thema zu einem Tabu und es wird totgeschwiegen. Hier mit dem Frauenlauf in Amerang wächst eine gute Gemeinschaft heran. Was Walter Rieger mit seinen Mitstreitern ehrenamtlich auf die Füße stellt ist aller Ehren wert." Dazu bestätigt Marianne Hundmaier vom Verein Frauenlauf, dass in Amerang jeder Cent der Startgebühr und die vielen Spenden zu 100 Prozent weitergegeben werden.

Wie viel Unterstützung ankommt, zeigte Walter Rieger am Ende. Insgesamt wurden vier Spendenschecks über jeweils 3000 Euro, also 12000 Euro, für die unmittelbar betroffenen Frauen mit ihren Familien in der Region ausgestellt. Am Schluss dankte Rieger dem THW in Rosenheim und Traunreut, dem BRK Wasserburg und den vielen Helfern für die Unterstützung. Für die Gruppen mit den meisten Teilnehmern standen noch Preise bereit. Jeweils 26 Starterinnen brachten die Schwarzauer Frauen und der Ameranger Sport-Stadl an den Start.

ju/Wasserburger Zeitung

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