Kramerladen für Landwirte öffnet

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Initiator Hans Zacherl, Direktvermarkterin Maria Vital mit selbst gefertigten Honigerzeugnissen, Initiator Jürgen Steil mit selbst gefertigter Holzschnitzerei und Initiator Josef Pöschl (von links).

Albaching - In Albaching öffnet nun mit dem "Linnerkramer" ein ganz besonderer Kramerladen: Die Produkte, die es dort zu kaufen gibt, werden von den Landwirten selbst angeliefert.

Da hätte sich die "Linner Kathi" gefreut: der Name der Albachingerin, die den ehemaligen Albachinger Kramerladen bis zum ihrem Tod im Jahre 1987 führte, floss in die Namensgebung des neuen "Linnerkramer" ein, der ab Samstag seine Ladentür in Albaching öffnet.

In dem am kleinen Kreisverkehr in Albaching gelegenen 35 Quadratmeter großen Laden werden ab jetzt immer montags bis donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 8 bis 12.30 Uhr unter anderem Lebensmittel, wie Käse, Nudeln, saisonales Gemüse, Honigerzeugnisse, Liköre, Beerenweine, Apfelsaft und "Bauernhof-Eis" verkauft. Bis zur Einweihungsfeier muss man sich noch etwas gedulden: die ist erst im Sommer.

"Die Leute bringen ihre Sachen selber", außerdem gehe man auch von Hof zu Hof, erklärt Jürgen Steil, einer der Initiatoren, das Konzept. Mehl und Hirse kommen von der Drax-Mühle, die Nudeln aus Vogtareuth, der Käse aus Pfaffing, und auch Wildbret gehört zum Angebot. Neben den üblichen Lebensmitteln kann man beim "Linnerkramer" aber auch Holzkohle und Brennholz kaufen. Man dürfe sich das aber nicht so vorstellen, dass "wir ein paar Sterr Holz im Laden aufbauen", scherzt Mitinitiator Josef Pöschl.

Aus Holz sind auch die Schnitzereien, die Jürgen Steil zum Teil selbst herstellt und die er verkauft. Flexibel und erweiterungsfähig will das Konzept des neuen Albachinger Ladens sein: die genaue Produktpalette werde ständig verändert und auch erweitert, erklären alle. Und auch an der Raumaufteilung und der Dekoration wird noch eifrig gefeilt. Nur der Verkäufer, Jürgen Steil, steht bisher fest, obwohl sich die Mitgründer Josef Pöschl und Hans Zacherl auch gut eine "junge hübsche Frau" an der Theke vorstellen konnten.

Bei einem Treffen des Arbeitskreises Landwirtschaft mit den Landwirten aus der Umgebung sei "die Resonanz so groß gewesen, dass wir damit angefangen haben", so Jürgen Steil. Der Laden sei auch als eine Art "Plattform für die Bauern" gedacht, bei der sie Werbung für ihre Produkte machen könnten.

Ursprünglich war der leer stehende Raum in der Mitte von Albaching auch als Wohnraum im Gespräch gewesen. Wegen der Nähe zur Straße habe man diese Idee aber schnell wieder verworfen, so Steil.

Der Schuster Ralf Wagner, der seit etwa zwei Jahren in der Hohenlindener Straße 2 Schuhe verkauft und repariert, hat sein Geschäft verkleinert, sodass die Ladenfläche für den Kramerladen frei wurde. Er hat nach wie vor seine Werkstatt, jetzt in einem Nebenraum im Erdgeschoss. Bedenken, dass die 35 Quadratmeter für die vielen Produktideen zu klein werden könnten, haben Josef Pöschl, Jürgen Steil und Hans Zacherl aber nicht, "jetzt müssen wir erst mal schauen, dass die Leute kommen", so die drei schmunzelnd.

id/Wasserburger Zeitung

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