Die im Zuge von Renovierungsarbeiten am Obinger Supermarkt "nahkauf" neu gestalteten Werbeanlagen mit der dominierenden Farbe Rot bewegten die Gemüter. In der Abstimmung über den zugehörigen Bauantrag setzten sich schließlich die Verfechter einer Reduzierung der roten Flächen durch.
Gemeinderat Martin Maier aus Honau sprach sich gegen die Einschränkung der Werbeanlagen des Supermarktes aus: "Wir sollten froh sein über die Geschäfte im Ort, und für die ist Werbung notwendig." Schließlich profitiere die Gemeinde durch höhere Gewerbesteuereinnahmen von deren wirtschaftlichem Erfolg, und mehr Geschäfte bedeuteten auch mehr Arbeitsplätze. Unterstützt wurde seine Position von Gemeinderätin Fanny Mayer, die betonte, die ausgezeichnete Obinger Geschäftskultur mit guter Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs müsse unbedingt erhalten werden.
Zweiter Bürgermeister Sepp Huber verwies dagegen auf die Gestaltungssatzung, deren Bestimmungen bezüglich Zahl und Größe von Werbung am "nahkauf" deutlich überschritten seien. Diese Abweichungen zuzulassen, wäre ungerecht gegenüber einer Reihe von kleinen Geschäften, denen man größere Werbeanlagen verwehrt habe.
igr/Chiemgau Zeitung





























