Sechs Meter lang und viereinhalb Meter breit – so präsentiert sich Bayerns offenbar größte Holzkanone. Sie steht seit rund drei Wochen so gut wie fertig in einer Halle der Zimmerei Osterloher in Schonstett. Lediglich die Achse, damit die Holzkanone auch fortbewegt werden kann, fehlt noch. Für einen echten Schuss muss ein Pyrotechniker ran. Aber alles der Reihe nach:
Die Bürgerspieltruppe von Wasserburg tritt mit ihren Stücken alle zehn Jahre auf. Dazwischen liegt eine lange Zeit, die den Wasserburger Theaterkreis immer wieder vor Probleme stellt: zwischen den zehn Jahren verliere die Organisation an Fahrt, Schauspieler würden immer wieder aufhören und außerdem sei es sehr mühsam die Bühnen vor dem Rathaus immer wieder auf- und abzubauen, so die Organisatoren.
Bayerns größte Holzkanone soll das Symbol des kommenden Wallenstein-Festivals werden. In Aktion konnte sie bei der Präsentation am Freitag noch nicht gesehen werden. Allerdings wird das am Sonntag, 28. Oktober, nachgeholt. Dann wird sie zum Festival-Auftakt in Albaching (2. November), innerhalb einer nachgestellten Schlacht des 30-jährigen Krieges, zum Einsatz kommen: mit einem echten Schuss.
Anfang März wird die viereinhalb Tonnen schwere Kanone dann drei Tage lang in einem Fußmarsch, über Stock und Stein, von Albaching nach Wasserburg gezogen. Dort soll sie an der Inn-Leiten ihren Platz finden und bis Ende September auf die Freiluftspiele in Wasserburg unter dem Titel „Teufel, Tod und Wallenstein“ hinweisen.
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