Nachts in der Wasserburger Altstadt

Wasserburgerin: So half ich dem vermeintlichen Überfall-Opfer

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Am Marienplatz in Wasserburg kam es am Freitagabend zu einer Begegnung zwischen einer kleinen Gruppe junger Leute und einem hilfesuchenden, scheinbar betrunkenen Mann, der darum bat, die Polizei anzurufen. Was passiert sein soll, bleibt unklar.

Wasserburg - Ein ganz normaler Freitagabend in der Wasserburger Altstadt. Eine junge Frau ist mit einigen Freunden unterwegs ins Nachtleben. Am Marienplatz kommt ihr plötzlich ein Mann entgegen und bittet um Hilfe.

Auf dem Weg in eine Bar zum Feiern ist einer Gruppe junger Leute aus dem Altlandkreis ein Mann aufgefallen, der sich hilfesuchend an sie gewandt hatte. Passiert ist diese Begegnung am Freitagabend gegen 22.30 Uhr.

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"Der Mann hat uns gebeten, die Polizei anzurufen", erinnert sich eine junge Frau. Er sei höflich gewesen und habe sie nicht angepöbelt, sondern lediglich um Hilfe gebeten. "Er war sehr angetrunken", beschreibt die Frau den Zustand des Mannes.

Der Unbekannte mittleren Alters hatte Schnittwunden am Handgelenk und konnte sich nur sehr wackelig auf den Beinen halten.

"Etwas seltsam fand ich die Tatsache, dass ich der Polizei am Telefon quasi als Vermittlerin diente", erklärt die Augenzeugin. Sie habe den Mann alles Mögliche fragen müssen, das Gespräch habe recht lange gedauert, sie habe den Mann fragen müssen, was passiert sei, wo es passiert sein soll und wer ihn überfallen haben könnte und musste dann der Polizei via Telefon die Antworten des Verletzten mitteilen. "Das war wie ein Kaffeekranzerl", fand die Ersthelferin.

Der Mann habe den Verlauf des möglichen Überfalls nicht genau mitteilen können, erinnert sich die junge Frau jetzt im Gespräch mit wasserburg24.de. 

Er sei in der öffentlichen Toilette hinter dem Rathaus gewesen, habe er erzählt. Die Hose hatte er noch offen, außerdem blutete er stark an beiden Armen. "Ich hatte echt Angst, dass der Mann vor meinen Augen zusammenbricht".

Erst nach einiger Zeit sei die Polizei gekommen, außerdem der gerufene Krankenwagen herbei gefahren. Es kam zur Versorgung, er wurde ins Krankenhaus gebracht.

"Jetzt, wo ich eine Nacht drüber geschlafen habe, bin ich mir nicht sicher, ob die Schilderung des Mannes, er sei überfallen worden, überhaupt stimmt", so die Frau. Er war allerdings sehr verzweifelt und hatte Hilfe nötig. Sie hatte zu keiner Zeit Angst vor dem Mann und habe gerne geholfen sowie seine Bitte erhört und für ihn die Polizei gerufen, erzählt sie.

Auf Nachfrage von wasserburg24.de wollte die Wasserburger Polizei nichts zu dem Vorfall sagen. Es wurde weder dementiert, dass sich vor dem Marienplatz etwas zugetragen habe, jedoch auch nicht bestätigt. Die Beamten halten sich aktuell bedeckt. Auch auf die Frage der Redaktion, ob der Mann ins Krankenhaus kam und ob er näher befragt werden konnte, gaben die Beamten keinerlei Auskunft.

Quelle: wasserburg24.de

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Regina Mittermair

Regina Mittermair

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