Sorge um Vierbeiner

Giftköder in Wasserburg? Hund und Katz in Gefahr

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Sind Hunde und Katzen in Wasserburg in Gefahr? Es sollen Giftköder ausgelegt worden sein!

Wasserburg – Hunde- und Katzenbesitzer sind in Sorge. Seit Wochen geht die Vermutung umher, es könnten Giftköder an Spazierwegen und in Siedlungen liegen. Gibt es schon Hinweise?

Angst ums Haustier haben aktuell viele Wasserburger. Immer wieder sollen Giftköder entlang der Inndammwege ausgelegt worden sein und dort auch noch herumliegen. Fatal für Hunde, die hier mit ihren Besitzern so gern Gassi gehen. Einige Anlieger warnen mittlerweile Hundebesitzer und raten dringend, die Vierbeiner nicht ohne Leine herumspazieren zu lassen. „Es ist schrecklich, mein Hund wurde bereits Ende März durch einen Giftköder getötet, Lux ging es so schlecht, dass er eingeschläfert werden musste, der Tierarzt war sich sicher, dass Lux Gift erwischt hatte“ berichtet ein Hundebesitzer gegenüber wasserburg24.de.

Nachgefragt bei weiteren Spaziergängern heißt es: "Die Hunde müssen doch ohnehin angeleint sein, darum verstehe ich die Aufregung gar nicht, niemals würde ich meinen Hund etwas fressen lassen beim Gassi gehen", erklärt ein 32-Jähriger, der ebenfalls gerne entlang des Inndamms mit dem Hund unterwegs ist.

Ernste Situation

Rasierklingen in Würstchen? Diese Meldung erzählen sich Hundebesitzer in Wasserburg untereinander.

Weitere Meldungen von vergifteten Hunden und auch Katzen machen die Runde. Angeblich sei nahe des Inns sogar ein mit einer Rasierklinge präpariertes Würstchen gefunden worden. Bei Verschlucken solcher Dinge könnte einem Hund ein qualvoller Tod bevorstehen. Nicht nur nahe des Inndamms, auch in Siedlungen, speziell im Burgerfeld sollen Giftköder ausgelegt worden sein.

Polizei bittet um Hinweise

Seit nunmehr fast drei Wochen gehen auch Informationen von betroffenen Hundebesitzern und besorgten Bürgern bei der Polizei ein. Entscheidende Hinweise fehlen jedoch bislang. „Wir können Hundebesitzern nur raten, sehr gut aufzupassen, dass die Hunde beim Spazieren gehen nichts zu sich nehmen“ heißt es von der Polizei Wasserburg. Auch weiterhin sollten gefundene verdächtige Gegenstände oder möglicherweise präparierte Lebensmittel entlang der Wege oder in Siedlungsgebieten gemeldet werden, damit die Polizei mögliche Spuren sammeln und umgehend ermitteln könne. „Vorsichtig sein ist absolut wichtig, um die Tiere vor möglicher Vergiftung zu schützen“, so die Beamten weiter.

Sowohl entlang des Inndamms als auch im Bereich des Burgerfelds sollen Giftköder liegen, heißt es von verschiedenen Hunde- und Katzenbesitzern. Die haben jetzt besonders große Angst um ihre Vierbeiner. „Unsere Katze Maggy wurde leider auch vergiftet, die Tierärztin ist sich sicher, dass es eine Vergiftung war. Alle Symptome haben gepasst. Wer macht so etwas, wie kann man nur so herzlos sein“, zeigt sich eine 29-Jährige traurig. Die Frage nach dem Wer kann die Polizei momentan nicht beantworten. „Wir sind weiter auf Hinweise angewiesen“, so die Beamten der Polizei Wasserburg.

Symptome bei Vergiftung

Wie reagiert ein Hund nach der Aufnahme von Gift?

Wenn ein Hund oder eine freilaufende Katze Gift zu sich genommen haben könnte, gibt es einige Symptome, die darauf schließen lassen, dass es zu einer Vergiftung kam. Dr. Bernhard Meier erklärt, dass meist erkennbare Signale wie Benommenheit der Tiere, starkes Speicheln oder Erbrechen, Blutungen aus Nase oder Maul, Torkeln und ein verlangsamter Herzschlag auf eine Vergiftung des Tiers deuten lassen. „Leider gibt es die unterschiedlichsten Wirkungsgrade von verschiedenen Giften, darum sind die Symptome auch von Gift zu Gift unterschiedlich“ so Meier im Gespräch mit wasserburg24.de. Je früher ein Tier in tierärztliche Behandlung komme, desto besser seien die Chancen, dass Vergiftungen nicht tödlich enden würden, betont Meier weiter. Der erfahrene Tierarzt rät bei Verdacht einer Vergiftung klar davon ab, selbst bei dem Tier Erbrechen herbeizuführen: "Das kann dem Tier zusätzlich schaden".

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