Vor wenigen Wochen sorgten Meldungen über die Sichtung eines Krokodils in einem Badesee in Schwandorf für Aufregung. Doch das vermeintliche Krokodil entpuppte sich schließlich als eine 45 Zentimeter lange Bartagame. Die kleinen Echsen, die gerne in Terrarien gehalten werden, schauen zwar bedrohlich aus, sind aber ungefährlich.
Wie jetzt bekannt wurde, hat man am 22. Juli eine solche Bartagame auf dem Inndamm in Wasserburg gefunden. Die kleine Echse war schwer verletzt. Das rechte vordere Gliedmaß war am "Oberarm" abgetrennt, vermutlich durch einen Biss. Die offene Wunde hatte sich bereits entzündet. Auch am Schädel hatte das Tier großflächige Verletzungen, zum Teil lag der Schädelknochen frei. Hier hatten sich ebenfalls Infektionen gebildet.
Bartagamen stammen aus Australien. Auffallendstes Merkmal sind die vielen Stacheln auf Rumpf, Beinen und Schwanz. Eine Stachelreihe befindet sich an der Hinterkante des Unterkiefers und dehnt sich bei den meisten Arten bis über die Kehle aus - was wie ein "Bart" aussieht. Daher der Name. Manche Arten werden bis zu 60 Zentimeter lang.
ku/Oberbayerisches Volksblatt


























