Internationale Bürgermeister-Skimeisterschaft am Hocheck

Auf den Brettln, die die Welt bedeuten, talwärts rauschen

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Die bayerische Staatsministerin Ilse Aigner und Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber bei der internationalen Bürgermeister-Skimeisterschaft am Hocheck in Oberaudorf

Oberaudorf - Die Konkurrenz war gewaltig, rund 60 Teilnehmer kämpften um jede Hundertstel: Wir waren bei den internationalen Bürgermeister-Skimeisterschaften am Hocheck mit am Start:

Freitag, 19. Februar, 18.30 Uhr. Der Vierer-Sessel der Bergbahnen am Hocheck nimmt nach einer Pause wieder ihren Betrieb auf. Das Wetter: Leichter Regen im Tal, ein paar wenige Schneeflocken tummeln sich am Berg. Die Bedingungen auf der Piste sind durchwachsen und tückisch. Kunstschnee und dazwischen richtig glatte Passagen. Der Grund für unseren Besuch: Die diesjährige, internationale Bürgermeister Skimeisterschaft. Wir, ein dreiköpfiges Team der Redaktion von OVB24, haben uns die Brettln an die Füße geschnallt und wollen heuer die rennfahrenden Bürgermeister und Gemeinderäte aus der Region im direkten Duell herausfordern.

Nachdem sich das Redaktions-Team mit der Analyse alter Aufzeichnungen intensiv auf das Spektakel am Idealhang der Bergbahnen Hocheck bei Oberaudorf vorbereitet hatte, wurden die Brettln angeschnallt, der Helm fest gezurrt und die Kamera eingepackt. Der Triumph sollte ja schließlich auch passend dokumentiert werden.

Vom Veranstalter des Rennens, Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber empfangen, ging es für unser Team sofort an die Besichtigung der Strecke. Doch die Konkurrenz schlief nicht. Allen voran die als Geheimfavorit gehandelte Delegation aus dem österreichischen Brixlegg. Zeitweise herrschte große Unsicherheit, ob es sich tatsächlich um Gemeindevertreter oder professionelle Rennläufer handelte.

Die Ergebnisse bei den Damen

Jenny Bretz, Reporterin für mangfall24.de, mischte die Damen-Klasse ordentlich auf

Den Anfang, mit Startnummer 1, machte in diesem Jahr Bayerns Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Ilse Aigner. Und die legte gleich richtig vor. Nach zwei Durchgängen stand bei Ilse Aigner eine Zeit von 1:01:01 auf der Uhr. Die Renn-Elite der Damen an diesem Tag legte am Ende aber nochmal eine ganze Schippe drauf. Mit 49:66 Sekunden sicherte sich Susanne Grandauer, die zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Nußdorf den Tagessieg. Bei den Gästen lieferten sich Petra Linner mit 51:56 Sekunden Laufzeit und Mariene Kammerloher, Lokalmatadorin aus Oberaudorf, mit 51:44 ein hartes Kopf-an-Kopf Rennen. Die OVB24-Geheimwaffe und Reporterin für mangfall24.de, Jennifer Bretz, konnte sich sogar noch vor die Renn-begeisterte Staatsministerin schieben. Mit 1:00:44 hatte die Journalistin aus Bad Aibling knapp die Nase vorne.

Die Ergebnisse bei den Herren

Andreas Hundseder verfehlte nur knapp das Stockerl in der Gästeklasse der Herren

Bei den Bürgermeistern ab Jahrgang 1955 lief alles auf einen Dreikampf hinaus, den am Schluss Brannenburgs Altbürgermeister Matthias Lederer mit einer Zeit von 50:38 füs sich entscheiden konnte. Dahinter Neubeuerns Altbürgermeister Sepp Trost, seine Zeit 51:22. Auf Platz drei der älteren Gemeindeoberhäupter fand sich schließlich Alois Holzmaier. Er meisterte die beiden Läufe in 1:29:79.

Gut besetzt auch die Jahrgänge 1956 bis 1965. Wie erwartet ließen hier die österreichischen Nachbarn die Muskel spielen. Sieger in dieser Klasse der erste Bürgermeister der Gemeinde Brixlegg, Rudi Puecher, mit 48:54. Über eine Sekunde langsamer, mit 49:72 der dritte Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen, Martin Lurz. Sehr zur Verwunderung von Hubert Wildgruber, der die Preisverleihung am Abend durchführte, der dritte Platz in dieser Klasse. Mit 50:87 gelang Georg Huber, dem Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, der Sprung auf das Stockerl. Wo auf seiner Insel Huber wohl trainiert hatte, blieb unbeantwortet.

Bilder von der internationalen Bürgermeister-Skimeisterschaft 2016

Bilder vom Rennen und Siegerehrung in Oberaudorf (1)

Bilder vom Rennen und Siegerehrung in Oberaudorf (2)

In der Klasse Bürgermeister bis Jahrgang 1966 standen die drei Männer auf dem Podium schon vor dem Rennen fest. Es gab nur drei Teilnehmer. Den ersten Platz belegte Stefan Pauker, der Bürgermeister aus Griesstätt, seine Zeit 54:64. Dahinter dann der Samerberger Georg Huber und Dieter Martinz, Gemeindechef aus Mariastein.

In der personell am stärksten besetzten Klasse, der Gästeklasse der Herren, tummelten sich neben einer Vielzahl an Gemeinderäten auch die beiden Läufer der Redaktion von OVB24, Andreas Hundseder und Sascha Ludwig, die sich einen erbitterten Kampf um die bessere Zeit geschworen hatten. Doch bereits im ersten der beiden Läufe fiel die Entscheidung wie ein Schlagbaum: Im Steilhang konnte Ludwig sein Arbeitsmaterial nicht auf der Kante halten und stürzte gekonnt. Andreas Hundseder steigerte sich nach einem soliden ersten Lauf im zweiten Durchgang deutlich und erreichte am Ende den 5.Platz, mit einer Zeit von 49:34. Vor ihm nur die bärenstarken Brannenburger Sebastian Trinkl mit 47:96 und Markus Dachauer mit 47:64, Toni Moser aus Brixlegg mit 46:93 und der Tages-Schnellste Stefan Niederthanner aus Nußdorf mit 43:72.    

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