SV Laufen - WSC Bayerisch Gmain 5:0

Laufen überrollt Tabellenführer Bayerisch Gmain

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Hatten gemeinsam am Samstag einiges zu jubeln: Laufens Gerhard Nafe (links) und Michael Hollinger.

Laufen - Man wollte seinen Augen kaum glauben. Der SV Laufen überrollte am Samstagnachmittag auf heimischen Rasen den Ex-Spitzenreiter des WSC Bayerisch Gmain mit 5:0. Ungeahnte Spielfreude, Tordrang und gesunde Aggressivität zeichneten die Lindner-Elf am Samstag aus und der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient zu werten.

Sichtlich überraschend für den Gast war der SV Laufen von der ersten Sekunde an mehr als präsent. Kaum hatten die zuletzt ankommenden Zuschauer sich auf ihren Plätzen eingefunden, erklang durch die Lautsprecher schon erstmals der Torjubel. Dominik Lindner kam in der zweiten Spielminute von links in den Strafraum hinein und das Leder ins Zentrum. Im ersten Versuch scheiterte David Cienskowski noch an Torwart Patrick Brunold, doch im Nachsetzten versenkte Cienskowski das Leder zum 1:0 im Kasten.

Nur eine Minute später brannte es erneut lichterloh in der Gmainer Hintermannschaft. Laufens Christian Höhn scheiterte aus äußerst kurzer Distanz am eigenen Schussglück und verlegte seinen Schuss knapp über die Querlatte. Die 150 Zuschauer auf der Laufener Sportanlage sahen ein sehr rassiges Match. Sowohl auf dem Feld als auch außerhalb waren die Nerven auf Anschlag gelegt und Schiedsrichter Reinbacher (TuS Traunreut) konnte sich über zu wenig Arbeit keinesfalls beklagen.

Service:

Wilde Anstürme von beiden Teams bescherten aber auch den jeweiligen Defensivabteilungen ausreichend Arbeitseinsätze. Konsequenter in der Spielweise war weiterhin der Hausherr, der von Trainer Hermann Lindner ansehnlich sehr gut eingestellt wurde. Ein weiter Ball aus dem eigenen Strafraum durch Fatos Krasniqi in der 14. Minute wurde von David Cienskowski auf den losgestarteten Gerhard Nafe verlängert. Nafe setzte sich gegen Sebastian Limmer durch und war im Anschluss alleine vor Torwart Brunhold vorzufinden. Brunold begrub den Schuss von Nafe unter seinem Körper.

In dieser hart umkämpften Begegnung entbrannte weiterhin um jeden Ball ein heißer Fight, der auch oftmals richtig auf die Knochen ging. Der SV Laufen kam in der 19. Minute erneut durch einen sehenswerten Angriffszug vor das WSC-Gehäuse. Florian Stapfer spielte diagonal auf Christian Höhn, der Gerhard Nafe durch die Gasse schickte. Keeper Brunold war aber schneller am Leder als der heranstürmende Nafe und hielt somit sein Team im Match.

Nur drei Minuten darauffolgend die nächste Torchance der völlig befreit aufspielenden Hausherren. David Cienskowski tankte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und passte in den Rückraum auf den völlig freistehenden Nafe, der aber mit seinem Flachschuss um Zentimeter den Torerfolg verfehlte. Das zweite Tor für den SV Laufen lag deutlich mehr in der Luft als der WSC-Ausgleichstreffer.

SV Laufen - Bayerisch Gmain

Der SVL agierte auch nach zwanzig Minuten weiterhin sehr engagiert und agil und machte sich weiterhin ans Werk, den zweiten Treffer zu erzielen. Dies gelang verdient nach einer halben Stunde Spielzeit. Im Zweikampf mit Andreas Angerer kam Gerhard Nafe 25 Meter vor dem Tor zum Ball und konnte Dominik Lindner bedienen, der von links in den Strafraum hinein stach. Lindner schnellte mit Zug auf Torwart Brunhold zu und schob das Leder flach vorbei – 2:0.

Einige Leichtfertigkeiten der Laufener Defensive brachten den Gast vor dem Halbzeitpfiff noch einige Male gefährlich in den Strafraum, so auch in der 42. Minute. Adrian Schläfke versuchte es aus spitzem Winkel mit dem Torschuss, doch mit vereinten Kräften konnte der Gastgeber schlussendlich schlimmeres verhindern.

Mit Wut im Bauch und schwungvoll kam der WSC Bayerisch Gmain aus der Kabine. Der eingewechselte Ulli Neunzig war es sogleich (46. Minute), der einen sicheren Pass auf Michael Kaltenhauser spielte. Kaltenhauser legte flach auf Dennis Freudenreich ab. Freudenreichs Schuss strich knapp am Pfosten vorbei. Der WSC Bayerisch Gmain hatte in der Anfangsphase der zweiten Hälfte deutlich mehr vom Spiel und schoss mittlerweile aus fast allen Lagen auf das Gehäuse des SVL-Torwarts Kalcher.

In der Druckphase der Gäste kam allerdings der SV Laufen entscheidend in Angriffsposition. Gerhard Nafe wurde in der 61. Minute auf der Außenbahn lang geschickt und überrannte unwiderstehlich Gegenspieler Amando Riaz. Im Strafraum angekommen nagelte Nafe kompromisslos und mit voller Wucht das Leder unter die Latte – 3:0.

Und um die endgültige Entscheidung hervorzurufen, legte der SV Laufen in der 64. Minute nach. Ein zu kurzer Pass im Aufbauspiel des Gmoaner Mittelfelds wurde durch Michael Hollinger abgefangen. Sprintstark zog Hollinger in Richtung Gehäuse und ließ im Duell Keeper Brunold keine Chance – 4:0.

Fast ungläubige Blicke von den Heimfans begleiteten den weiteren Auftritt der bockstarken Hausherren des SV Laufen. Der mit nach vorne gekommene Florian Stapfer versuchte sich in der 76. Minute mit einem Torschuss. Mit einem klug gelupften Ball aus dem Halbfeld setzte Helmuth Putzhammer Stapfer in Szene. Stapfer versuchte mit einem Seitfallzieher den Treffer zu erzielen, knapp am Tor vorbei.

Der fünfte Streich am Samstagnachmittag gelang dem SVL in der 78. Minute. Einen Eckball von Gerhard Nafe konnte Torwart Brunold in der Luft nicht festhalten. Das Runde landete direkt vor den Füßen von David Cienskowski, der dieses zum 5:0 ins Eckige reinstocherte und somit den Salzachstädter Galaauftritt krönte.

Wenigstens der Ehrentreffer sollte den Gästen noch irgendwie gelingen, daher versuchte die Elf des verständlich unzufriedenen Trainers Florian Huber den Ball nach vorne zu treiben. Nach einem gravierenden Abwehrfehler der Hausherren kam Andreas Angerer im Strafraum vor Thomas Kalcher zum Abschluss, doch Angerer hatte sein Visier nicht richtig eingestellt und vergab diese große Chance.

Nach diesem Schreckmoment spielte der SV Laufen die folgenden Minuten souverän zu Ende und genehmigte sich nur noch eine kleine Schwächephase, die kurz vor Schluss in der 88. Minute zu sehen war. Nach einem Pressschlag im Laufener Strafraum kam der sonst blasse Kapitän Benjamin Marino endlich zu seiner Torchance. Keeper Thomas Kalcher war allerdings auf dem Posten und holte sich vor dem Einschlag das Leder aus der Luft und hielt somit für den SV Laufen die Null fest.

Beim vorerst gestürztem Tabellenführer des WSC Bayerisch Gmain wird es nach diesem unzureichenden Auftritt sicherlich bis zum nächsten Spieltag einiges zu besprechen geben, um Sachen nicht einreißen zu lassen. Der Hausherr um Trainer Hermann Lindner kann sich über einen mehr als überzeugenden Erfolg in einem Spitzenmatch freuen und sich mit mehr Ruhe und Überzeugung auf den Auswärtsauftritt beim TSV Teisendorf II vorbereiten.

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Pressemeldung SV Laufen - Chrisitan Schmidbauer

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