4:0! 1860 deklassiert Tabellendritten

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Aus dem Jahnstadion berichtet Tobias Ruf

Was war das für ein starker Auftritt des TSV 1860 Rosenheim? Gegen den Favoriten aus Rain am Lech zeigten die Rot-Weißen eine beeindruckende Leistung und setzten ein dickes Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz.

Die Mannschaft von Patrick Peltram besiegte den Tabellendritten mit 4:0 (2:0) und rückt damit bis auf zwei Punkte an den ersten Nichtabstiegsplatz heran.

Der TSV 1860 legte im heimischen Jahnstadion los wie die viel zitierte Feuerwehr. Raphael Obermaier hatte bereits nach vier Minuten die erste Einschussgelegenheit, Rain-Keeper Michael Lutz war aber zur Stelle und konnte den Flachschuss entschärfen.

Nicholas Helmbrecht machte es nur drei Minuten später besser, als er auf der linken Seite einen Querpass im Sechzehner annahm und eiskalt im Gästetor versenkte. Die Hausherren ließen in der Folgezeit nicht locker und hätten durch Markus Einsiedler nach zehn Minuten bereits auf 2:0 stellen müssen. Der Ball des kantigen Offensivmanns ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Kritischer Moment zu Wiederbeginn

Nach einer halben Stunde war Einsiedler aber zur Stelle. Helmbrecht war über links in den Strafraum der Gäste eingedrungen, legte den Ball quer, Einsiedler stand goldrichtig und schob die Kugel zum 2:0 ein.

Bis auf zwei kleine Gelegenheiten in der 21. und 42. Minute war von den hoch gehandelten Gästen nicht viel zu sehen, dass der Dritte beim Vorletzten gastierte, war zu keiner Zeit erkennbar.

Kritisch wurde es für die Sechziger fünf Minuten nach der Pause, als Torhüter Georg Moller einen Flachschuss von der halbrechten Seite nicht festhalten konnte und Ptaric Lemmer zum vermeindlichen Anschluss traf. Der Rain-Stürmer stand aber im Abseits, der souveräne Schiedsrichter Michael Freund erkannte den Treffer folglich nicht an.

Der Wachmacher zur richtigen Zeit

Dieser Wachmacher kam scheinbar zum rechten Zeitpunkt. Die Gastgeber standen fortan stabiler und machten in der 70. Minute alles klar. Obermaier schickte Slaven Jokic auf die rechte Seite, der engagierte Stürmer behielt den Überblick, flankte die Kugel an den langen Pfosten, wo Helmbrecht völlig frei stand und aus wenigen Metern den Ball im Tor unterbrachte.

Damit nicht genug. Sechs Minuten vor Spielende brachte Jokic einen Freistoß aus gut 20 Metern auf das Gästetor. Lutz konnte den Ball nicht kontrollieren, Obermaier stand goldrichtig und belohnte sich für eine starke Leistung mit einem Abstaubertor aus kurzer Distanz.

Das rettende Ufer ist ganz nah

"Wir sind total happy. Die Jungs haben sich so oft in dieser Saison für gute Leistungen nicht belohnt, heute haben sie endlich die Ernte eingefahren", sagte ein zufriedener Peltram nach dem Spiel im Gespräch mit beinschuss.de.

1860 steht zwar weiter auf einem direkten Abstiegsplatz, ist aber inzwischen punktgleich mit den direkten Tabellennachbarn aus Dachau und Schwabmünchen und der direkte Nichtabstiegsplatz ist plötzlich nur noch zwei Zähler entfernt.

Rain hingegen kann den anvisierten Aufstieg wohl ad Acta legen, das Spitzenduo aus Pipinsried und Pullach hat bereits zwölf Punkte Vorsprung auf den TSV.

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