SV Erlbach - SpVgg Ruhmannsfelden 2:2

Nur ein Zähler und Doppel-Rot für Erlbach

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Christoph Popp - Torschütze und Aktivposten bis zu seiner Hinausstellung in der Nachspielzeit.

Erlbach - Der SV Erlbach kommt am Samstagabend im Heimspiel gegen die SpVgg Ruhmannsfelden nur zu einem 2:2 Unentschieden. Da hatten sie sich im Holzland doch mehr erhofft. Zudem verliert der SVE sowohl Torhüter Klaus Malec als auch Angreifer Christoph Popp, der ein Tor erzielte und mehrere gute Chancen hatte, durch rote Karten.

Bei besten äußeren Bedingungen und herrlichem Frühsommerwetter war die Ausgangslage in Erlbach klar: Die Heimmannschaft wollte unbedingt siegen - und musste das eigentlich auch, wenn sie weiter einen direkten Nichtabstiegsplatz anpeilen wollte. Der abgeschlagene aber gut gelaunte Tabellenletzte aus dem Bayerwald - eine echte Dorfmannschaft - konnte eigentlich nur positiv überraschen.

Ruhmannsfelden will positiv überraschen

Nach einer knappen Viertelstunde gingen die Erlbacher in Führung. Die erste Lücke in der Abwehr der Gäste wurde eiskalt ausgenützt. Sebastian Leitmeier enterte alleine von links den Strafraum, lies Manuel Kopp im Kasten der Gäste keine Chance und markierte mit seinem zwölften Saisontreffer das 1:0 für die Gastgeber (16.).

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Danach wurden auch die Ruhmannsfelder ab und an gefährlich: In der 26. Minute zischte ein Fernschuss von Bastian Kilger ganz knapp am Dreieck des Erlbacher-Gehäuses vorbei. Besser machten es die Gäste runde zehn Minuten später. Als der SVE nach einer Ecke den Ball nicht wegbefördert bekam, staubte Michael Müller trocken zum 1:1 Ausgleich ab (35.).

SpVgg gleicht aus - der SVE schlägt postwendend zurück

Die Elf aus dem Holzland zeigte sich jedoch nicht groß schockiert und schlug postwendend zurück: Eine herrlich heraus gespielte Kombination der Erlbacher quasi im direkten Gegenzug fand ihren würdigen Abschluss. Christoph Popp machte sein achtes Tor in dieser Saison und vollendete zur erneuten Heimführung (36.). Kurz darauf hätte er sogar nachlegen können: Wieder wurde schön kombiniert, Popp per Flanke bedient - und dieser packte einen Fallrückzieher aus. Ganz knapp drüber. Das hätte gut und gerne der Bayerntreffer des Monats werden können. So blieb es zur Pause bei der knappen 2:1 Führung der Hausherren.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn war schon wieder Popp zur Stelle. Immer wieder Popp. Diesmal mit einem Kopfball nach einem Freistoß fast auf Höhe der Eckfahne - Latte! Wahnsinn! Die Erlbacher wollten es nicht wahr haben.

Erlbach hätte das Spiel entscheiden können

Auch Johannes Maier hätte auf 3:1 stellen können, sein Schuss strich knapp neben das Tor (64.). Dann nahm die Partie eine ungeahnte Wende:

Ruhmannsfeldens Michael wurde aus dem Mittelfeld heraus mustergültig eingesetzt und vom herausstürzenden Erlbacher Tormann Klaus Malec im Strafraum zu Fall gebracht (65.). Notbremse - Rot für Malec. Erlbach von da an nur noch zu zehnt. Der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Franz Holzner musste raus - und Andre Ang in den Kasten. Und die SpVgg nutzte ihre Chance: Stefan Früchtl erzielte per Elfmeter das 2:2 (67.).

Erneuter Ausgleich per Elfmeter

Ab der 71. Minute herrschte nicht nur Gleichstand was die Tore, sondern auch was die Anzahl der Spieler auf dem Feld anging. Michael Scheßl auf Seiten der Ruhmannsfelder sah nach einem wiederholten Foulspiel die gelb-rote Karte. Fortan hieß es also zehn gegen zehn.

Gegen Ende der Partie lieferten sich die verbliebenen zwanzig Akteure einen offenen Schlagabtausch. Der Schiedsrichter wollte noch etwas mehr Platz schaffen und schickte kurz vor Ende einen weiteren Kicker vom Platz. Christoph Popp musste wegen grobem Foulspiel mit glatt Rot runter. Eine harte Entscheidung.

Auch Popp muss vom Feld - es bleibt beim Unentschieden

Es folgten Diskussionen und eine ewig lange Nachspielzeit. In dieser hätte Kapitän Christoph Jäger das Spiel noch zugunsten des SV Erlbach entscheiden können - vergab allerdings seine Großchance (97.).

Nach sage und schreibe 98. Minuten war dann endgültig finito. Ruhmannsfelden erzielte mit dem 2:2 Unentschieden einen Achtungserfolg, welcher das Team sichtlich erfreute. Für die Holzland-Elf von Trainer Robert Berg ist dieser eine Punkt natürlich entschieden zu wenig im Abstiegskampf. Da hatte man sich schon mehr ausgerechnet. Ein Sieg wäre so wichtig gewesen! Trotzdem bleibt unten weiter alles so eng zusammen, dass bei drei noch ausstehenden Spielen noch lange nichts verloren ist. Das bleibt spannend bis zum letzten Spieltag!

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